Darum gehts
- Autofahrer (44) verliert Kontrolle in Aeschi SO und zerstört Gartenzaun
- Lenker fuhr ohne Führerschein, Drogentest war positiv
- Niemand verletzt, Unfallauto erlitt Totalschaden
Romy Meier (69) steht vor ihrem Haus an der Gallishofstrasse in Aeschi SO. Sie wirkt ruhig und gefasst. Obwohl sie hier an dieser Strasse in den letzten 40 Jahren schon einiges erlebt hat und darüber ziemlich wütend sein könnte. Denn: «Neun Katzen habe ich hier insgesamt schon verloren», sagt sie. Sie alle wurden überfahren von durchfahrenden Autos. Denn, so Meier: «Leider fahren viele Autos schnell.»
Ob der schwarze Wagen am letzten Freitagmorgen auch zu schnell fuhr, ist unklar. Sicher ist: Der Lenker (44) kommt circa um 9.10 Uhr von Winistorf SO her. Er kollidiert zuerst an der Aeschistrasse mit einer Baustellensignalisation. Dann fährt er mit dem beschädigten Auto weiter und hinterlässt eine über zwei Kilometer lange Ölspur. Schliesslich verliert er gegenüber dem Haus von Romy Meier laut Polizei «aus noch zu klärenden Gründen» die Kontrolle übers Auto und rasiert bei einem Mehrfamilienhaus einen ganzen Gartenzaun ab.
«Ich habe ihm ein Glas Wasser angeboten»
«Ich wollte Mittagessen kochen, weil ich ausnahmsweise Besuch gehabt habe», sagt Meier. Da habe sie «ein Geräusch» gehört. «Ich bin schauen gegangen und habe das Auto gesehen.» Sofort ruft sie die Polizei an. Unterdessen sei der Mann ausgestiegen. «Ich habe ihn zu mir rüber genommen und ihm ein Glas Wasser angeboten», sagt Meier.
Dann fragt die 69-Jährige den Autofahrer, wie es ihm gehe und ob man Angehörige benachrichtigen müsse. «Nein, es ist gut», habe der Mann geantwortet. Er habe gesagt, es sei ihm «sturm» gewesen. Dann habe sie «einfach» mit ihm auf die Polizei gewartet. Die habe den Mann dann mitgenommen.
Drogenschnelltest «positiv»
Laut der Kantonspolizei Solothurn wurde niemand verletzt, das Unfallauto erlitt einen Totalschaden. Und: Gemäss ersten Erkenntnissen «dürfte der Fahrzeuglenker das Auto mutmasslich in einem nicht fahrfähigen Zustand und ohne gültigen Führerausweis gelenkt» haben. «Ein Drogenschnelltest zeigte ein positives Resultat», so die Kapo weiter.
«Ich denke, er hat Glück gehabt, wenn man dieses Unfallbild sieht», sagt Romy Meier. Man könne auch von Glück reden, dass niemand dort gewesen und auch nichts anderes getroffen worden sei. Denn: «Im Parterre hat es einen Sitzplatz von einem Aufenthaltsraum eines Malergeschäfts», sagt sie. Zum Glück sei niemand draussen gesessen.
Trotz allem wünscht Romy Meier dem Unfallfahrer, dass es ihm gut geht und er Hilfe erhält. Ihr bleibt jetzt noch Büsi Lisa, das schon stolze 17 Jahre alt geworden und draussen bisher immer heil davongekommen ist. Meier weiss aber nur zu gut: «Katzen kann man nicht einsperren.»