Messer-Angriff in Brittnau AG
Ire (47) wegen versuchten Mordes an Ex-Freundin angeklagt

Ein 47-jähriger Ire steht wegen versuchten Mordes vor Gericht. Er soll am 1. Juli 2025 in Brittnau AG seine Ex-Partnerin mit einem Teppichmesser attackiert und schwer verletzt haben. Die Anklage lautet auf Rache als Motiv.
Auf diesem Weg hat sich der Angriff ereignet.
Foto: Ralph Donghi
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Janine EnderliRedaktorin News

Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm hat ihre Untersuchung zum Messerangriff vom 1. Juli 2025 in Brittnau AG abgeschlossen und Anklage gegen einen heute 47-jährigen Iren erhoben. Sie wirft ihm vor, seine ehemalige Partnerin mit einem Messer angegriffen und dabei ihren Tod in Kauf genommen zu haben. Der Beschuldigte muss sich unter anderem wegen versuchten Mordes vor dem Bezirksgericht verantworten.

Rückblende: Am Abend des 1. Juli 2025 wurde eine heute 48-jährige Frau auf einem Fussweg in Brittnau von ihrem ehemaligen Partner mit einem Messer angegriffen. Passanten fanden die stark blutende Frau und alarmierten die Rettungskräfte. Sie wurde mit schweren Gesichtsverletzungen ins Spital gebracht und musste notoperiert werden. Der zunächst flüchtige Tatverdächtige konnte zwei Tage später in Zürich festgenommen werden.

Gemäss Anklageschrift passte der Beschuldigte die Frau am Abend des 1. Juli 2025 während eines Spaziergangs in Brittnau ab. Aus den Ermittlungen ging hervor, dass der Mann wohl zunächst versuchte, sie von einer Fortsetzung der Beziehung zu überzeugen. Die Frau machte ihm allerdings deutlich, dass sie die Beziehung nicht weiterführen wolle und forderte ihn auf, sie in Ruhe zu lassen.

Mit Teppichmesser gezielt gegen Kopf gestochen

Daraufhin soll der Beschuldigte ein Teppichmesser hervorgenommen und damit gezielt gegen ihren Kopf- und Halsbereich gestochen haben. Dabei fügte er ihr eine schwere Stich- und Schnittverletzung im Gesicht zu. Anschliessend warf er das Messer weg und ergriff die Flucht.

Aufgrund der Untersuchungsergebnisse geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Beschuldigte aus Rache über das Ende der Beziehung handelte. Sie wirft ihm vor, die Frau töten gewollt beziehungsweise ihren Tod zumindest in Kauf genommen zu haben. Aufgrund des aus Sicht der Staatsanwaltschaft verwerflichen Beweggrunds und der gewaltsamen Tatausführung erhebt sie Anklage wegen versuchten Mordes.

Daneben werden dem Beschuldigten im Zusammenhang mit dem Vorfall im Mai 2025 und seiner anschliessenden Festnahme einfache Körperverletzung, versuchte einfache Körperverletzung, Tätlichkeiten, mehrfache Beschimpfung, Drohung, versuchte Drohung sowie Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte vorgeworfen. Die Anklage ist beim Bezirksgericht Zofingen hängig. Die Höhe des Strafmasses wird erst an der Verhandlung bekanntgegeben.

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