Darum gehts
- Kriminelle nutzen «Wassertrick», um in Wohnungen einzudringen, warnen Behörden.
- Täter geben sich als Wasserwerke aus und täuschen Rohrbruch vor.
- Polizei Berlin und Brandenburg verzeichnen steigende Fälle dieser Masche.
Betrüger nutzen vielfältige Maschen, um ihre Opfer zu täuschen und Geld zu erbeuten. In Deutschland ist nun statt einer Online- mal wieder eine Offline-Betrugsmasche auf dem Vormarsch. Die Polizei warnt laut dem rbb, Rundfunk Berlin-Brandenburg, vor dem sogenannten «Wassertrick».
Diese Masche funktioniert so: Kriminelle geben sich an der Haustür als Mitarbeiter der Wasserwerke aus. Sie erzählen ihrem Opfer, dass es einen Rohrbruch oder einen Schaden gegeben habe. Dadurch wollen sie sich Zugang zur Wohnung verschaffen. Meistens sind die Täter zu zweit unterwegs. Einer lenkt ab, der andere durchsucht das Hab und Gut der Opfer.
Diebe klauen Wertsachen
Im Inneren lenken sie die Bewohnerschaft ab, indem sie verschiedene Aufträge erteilen. Zur selben Zeit durchsuchen sie die Wohnung nach Wertsachen. Dabei lassen sie wertvolle Gegenstände wie Schmuck, Bargeld oder teure Geräte mitgehen. Entkommen die Täter mit der Beute, handelt es sich um einen Diebstahl.
Im brandenburgischen Eisenhüttenstadt sucht die Polizei wegen einer solchen seit Sonntag zwei Tatverdächtige. Die Beamten gehen davon aus, dass sie Teil einer grösseren Tätergruppe sind.
Wie ist die Lage in der Schweiz?
Doch nicht nur mit Wasser wird vorgetäuscht: Anfang Februar warnte die Berner Kantonspolizei vor falschen Handwerkern. In vier Fällen gelang es der unbekannten Täterschaft, Wertgegenstände wie Schmuck und Bargeld zu erbeuten. Auf Anfrage erklärt Mediensprecher Philipp Gasser, dass es zwar aktuell keinen aussergewöhnlichen Anstieg bei solchen Taten gebe, es aber immer wieder zu Fällen komme.
Im Kanton Zürich ist es in dieser Hinsicht noch ruhig: «In den vergangenen Wochen sind uns keine Diebstähle gemeldet worden, bei denen die Täterschaft angegeben hatte, vom Wasserwerk zu sein», erklärt Mediensprecher Alexander Renner auf Anfrage.
Laut der Luzerner Polizei ist dieses Phänomen nicht neu in der Schweiz. «Im Kanton Luzern treten derartige Fälle jedoch, wenn überhaupt, nur äusserst selten auf», betont Mediensprecher Urs Wigger.
Allgemein rät die Polizei, folgende Hinweise zu beachten:
- Lass keine fremden Personen unangemeldet in deine Wohnung und lass dich auch nicht dazu drängen.
- Benütze die Gegensprechanlage oder kommuniziere über ein Fenster mit unbekannten Personen.
- Frag nach einem Ausweis und schaue diesen genau an.
- Kontaktiere die Hausverwaltung oder die entsprechende Behörde und erkundige dich über die Personen und Richtigkeit des Auftrags. Dabei ist wichtig, dass du die Telefonnummer selber im Internet oder im Telefonbuch suchst.
- Lass die Personen im Aussenbereich warten und schliess die Tür währenddessen ab.