Kapo warnt vor Fake-Inseraten
Traumwohnung im Netz – doch dahinter steckt Betrug

Kriminelle locken Schweizer Wohnungssuchende mit gefälschten Inseraten in die Falle. Über Messenger wie Whatsapp fordern sie sensible Daten und Dokumente.
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Betrüger versuchen, an Daten ihrer Opfer zu kommen.
Foto: IMAGO/Zoonar

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Betrüger locken Wohnungsinteressenten über bekannte Immobilienplattformen auf Fake-Webseiten
  • Datenklau durch gefälschte Bewerbungsformulare, Risiko von Identitätsmissbrauch
  • Polizei warnt: Sensible Daten nie ohne Prüfung weitergeben, Anzeige erstatten
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Janine EnderliRedaktorin News

Betrugsmaschen werden immer perfider. Das jüngste Beispiel: Kriminelle versuchen, ihre Opfer mit ansprechenden Wohnungsinseraten auf einer echten Immobilienplattform auf eine gefälschte Website zu locken. 

Die Taten spielen sich laut Cybercrimepolice auf bekannten Portalen wie Homegate, Immoscout, Flatfox ab. Als Erstes schreiben die Betrüger eine vermeintlich attraktive Wohnung aus. Wer Interesse bekundet, wird über einen Messengerdienst wie Whatsapp kontaktiert. Dort tritt die Täterschaft unter dem Namen einer echten Immobilienagentur auf und verweist auf ein angebliches Onlineformular für die Bewerbung. Interessenten werden angewiesen, über das Formular ein vollständiges Bewerbungsdossier mit zahlreichen Angaben zu ihrer Person einzureichen.

So funktioniert der Trick

Es werden persönliche Daten sowie Kontakt- und Adressdaten abgefragt. Diese Informationen können die Betrüger später nutzen, um glaubwürdiger zu wirken und leichter zu täuschen.

Zudem können sie für missbräuchliche Bestellungen unter dem Namen des Opfers verwendet werden. Teilweise werden auch finanzielle Daten eingefordert. So kann die Täterschaft Hinweise auf eine belastete persönliche oder finanzielle Lage gewinnen und besonders verletzliche Personen, etwa bei Schulden oder Arbeitslosigkeit, gezielt ins Visier nehmen, warnt die Polizei. 

Besonders heikel sind dabei Ausweiskopien und weitere amtliche Unterlagen. Wer solche Dokumente preisgibt, riskiert Identitätsmissbrauch. Dokumente wie Arbeitsverträge oder Krankenkassenpolicen enthalten zudem besonders schützenswerte Personendaten, die nicht für Dritte bestimmt sind.

Was du tun kannst:

  • Leite potenzielle Betrugsfälle an cybercrimepolice.ch weiter.
  • Bleib misstrauisch, wenn eine angebliche Immobilienplattform über Kanäle wie Whatsapp oder andere Messenger-Dienste mit dir Kontakt aufnimmt.
  • Gib sensible Daten und Dokumente erst preis, wenn du die Echtheit des Angebots und der Kontaktperson verlässlich überprüft hast, etwa durch eine persönliche Besichtigung vor Ort.
  • Sei besonders vorsichtig bei Formularen, die ungewöhnlich viele Angaben zu Identität, Einkommen, Wohnsituation oder Bonität verlangen.

Und wenn du deine Daten bereits preisgegeben hast? Hier empfiehlt dir die Polizei folgende Schritte. 

Falls deine Identität missbraucht wurde und dir dadurch ein Schaden entstanden ist, begib dich nach telefonischer Voranmeldung zu deiner örtlichen Stelle der Kantonspolizei und erstatte Anzeige. Achte in nächster Zeit auf ungewöhnliche Bestellungen, Rechnungen oder Vertragsunterlagen in deinem Namen.

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