Darum gehts
- Viele Schweizer Seen laden zum Eislaufen ein, doch Vorsicht ist geboten
- Die SLRG empfiehlt mindestens 10–12 cm Eisdicke für Sicherheit
- Oeschinensee: Gefahrenstufe 1, Schwarzsee und Champex-Lac aktuell freigegeben
Ein romantischer Spaziergang auf einem gefrorenen See kann schnell extrem gefährlich werden. Das beweist ein Vorfall vom Mittwochnachmittag. Auf dem Bodensee brachen innerhalb von einer halben Stunde drei Personen durch die Eisschicht. Die Eisfläche gab zuerst unter einem Mann mit einem Schlitten nach. Zwei andere Personen wollten dem Mann helfen, brachen aber ebenfalls durchs Eis. Alle drei konnten gerettet werden.
Eine Eisschicht muss ausreichend dick sein, um Personen zu tragen. Die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft SLRG empfiehlt, eine Eisdicke von 10 bis 12 Zentimetern abzuwarten, bis ein Gewässer für die Bevölkerung freigegeben werden kann.
Wer abseits von Schlittschuhhalle oder Kunsteisbahn nach dem Winterspass sucht, findet in der Schweiz einige beliebte Seen zum Eislaufen oder Spazierengehen. Blick hat für dich den Überblick, wo du aufs Eis darfst und was du beachten musst. Dabei gilt: Eisverhältnisse können sich von Tag zu Tag ändern. Überprüfe vor dem Betreten daher stets die tagesaktuellen Verhältnisse, Schilder und Freigaben.
Nahe des Bergdorfs Kandersteg BE liegt der Oeschinensee. Im Sommer leuchtend türkis, verwandelt sich der See im Winter unter den richtigen Bedingungen zu einer imposanten Eisfläche. Nach aktuellem Stand der Webseite des Sees gilt auf dem Oeschinensee die Gefahrenstufe 1.
Zwischen 9 und 16 Uhr gilt daher: Betreten auf eigene Gefahr. Geöffnet ist auf dem See der «Ice Walk» – ein gespurter Pfad, der mit guten Winterschuhen begangen werden sollte. Der Kanton Bern schreibt auf seiner Webseite, dass man sich auch beim WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF über die aktuelle Lawinengefahr erkundigen sollte.
Im Winter wird der Hinterstockensee unterhalb des Stockhorns bei Erlenbach BE bei guten Eisverhältnissen zum Schlittschuhlaufen präpariert. Laut der Webseite der Stockhornbahn ist der See zum Schlittschuhlaufen aktuell geöffnet. Auch hier gilt: Betreten auf eigenes Risiko.
Ein beliebter See im Kanton Glarus ist der Klöntalersee. Eine Freigabe zum Betreten gibt es aktuell jedoch nicht, wie «Tourismus Glarnerland» auf Blick-Anfrage erklärt.
Am Weihnachten kam es auf dem St. Moritzersee im Kanton Graubünden zu einem dramatischen Zwischenfall. Mehrere Personen brachen durch die Eisdecke und fielen ins kalte Wasser, wie eine Leserreporterin beobachtete. Nach dem aktuellen Schneesportbericht von Engadin Tourismus ist der St. Moritzersee derzeit nicht zum Betreten freigegeben.
Eingebettet in den Freiburger Voralpen liegt der Schwarzsee. Laut dem aktuellen Wintersportbericht von Schwarzsee-Senseland Tourismus ist der Schwarzsee zum Betreten derzeit freigegeben. Es gilt: Betreten auf eigene Gefahr.
Auf dem Champex-Lac lässt sich die malerische Umgebung geniessen, die auch als Klein-Kanada bezeichnet wird. Nach Angaben der Tourismuswebseite von Pays du St-Bernard ist der Champex-Lac aktuell zum Betreten geöffnet. Die natürliche Eisbahn zum Schlittschuhfahren sei etwa 70 Meter breit und 150 Meter lang, heisst es hier.
Im Kanton Waadt lockt der Lac de Joux im Winter zum Schlittschuhfahren. Aktuell ist er nach Angaben des Portals «Infosnow» jedoch nicht zum Betreten freigegeben. Die Eisschicht sei dafür zu dünn – maximale Einbruchgefahr bestehe, heisst es hierzu.
Der kleinere Nachbarsee Lac Ter ist hingegen bis Donnerstagabend um 18 Uhr zum Spazierengehen und Schlittschuhfahren freigegeben. Dabei gilt: Strikt an Absteckungen und Markierungen vor Ort halten. Zudem ist der Zugang zur gefrorenen Fläche nur ausserhalb der Schilfgebiete gestattet.
Die Dicke und Qualität des Eises werden auf dem Lac de Taillères nicht kontrolliert, heisst es im aktuellen Eisbulletin des Kantons Neuenburg. Es gibt daher keine Freigabe zum Schlittschuhfahren auf dem See.
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