Video zeigt Pyro-Polizei im Einsatz
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Am Openair Frauenfeld:Video zeigt Pyro-Polizei im Einsatz

Hartes Durchgreifen der Sicherheitskräfte am Open Air Frauenfeld – Kritik in den sozialen Medien
«Diese Art und Weise für Sicherheit zu sorgen, ist absolut nicht okay»

Am Hip-Hop-Open-Air in Frauenfeld eskalierten einige Fans und zündeten gefährliche Pyros mitten in der Menge. Im Internet kursieren nun Videos, die Sicherheitskräfte zeigen, die hart durchgreifen. Zu hart für manche.
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Sicherheitskräfte mussten am Open Air Frauenfeld nach einem Pyro-Wurf eingreifen.
Foto: Tiktok

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Am Open Air Frauenfeld zündeten Fans verbotene Pyrotechnik, Sicherheitskräfte griffen ein
  • Videos zeigen aggressive Sicherheitskräfte, teils heftige Kritik für hartes Vorgehen in den sozialen Medien
  • Bengalos brennen bei bis zu 2000 °C, gefährden Menschen und können zu Verletzungen führen

Die Musik dröhnt, Tausende feiern ihre Stars. Doch am Open Air Frauenfeld wurden auch Dutzende Bengalos gezündet – Pyros, wie man sie von Fussballspielen kennt.

Die farbiges Feuer speienden Gadgets sind auf dem Gelände strengstens verboten. Trotzdem wurde gezündelt. Bengalos sind alles andere als harmlos. Sie erreichen Temperaturen von bis zu 2000 Grad und können schwerste Verbrennungen verursachen. Zudem entstehen giftige Rauchgase, und Funken können Kleidung oder trockenes Gras in Brand setzen.

Securitys packen Störenfriede

Die Einsatzkräfte der Sicherheitsfirma Deltagroup sind verantwortlich für die Einhaltung der Regeln und das Wohlbefinden der Festivalbesucherinnen und -besucher vor Ort. Folglich ist es ihr Auftrag, das Abbrennen dieser bengalischen Lichter zu unterbinden. Auf Social Media kursieren aktuell Videos, die genau solche Einsätze zeigen. Die Videos zeigen, wie die Sicherheitskräfte sich durch die Menge kämpfen, die Zündler packen und teils zu Boden ringen oder abführen.

Bei der Community stossen diese Szenen auf heftige Kritik. In einem Video ist zu sehen, wie die uniformierten Securitys einen jungen Mann abführen. Dieser scheint keinen Widerstand zu leisten und trotzdem holt eine der Einsatzkräfte aus und boxt ihn in den Bauch.

Saubere Arbeit oder zu hart?

«Viel zu hart durchgegriffen», lautet das Urteil vieler in den Kommentaren. Die Einsatzkräfte seien äusserst aggressiv gewesen und scheinen es «genossen zu haben» die Leute anzugreifen.

«Diese Art und Weise für Sicherheit zu sorgen, ist absolut nicht okay», schreibt ein User. Einige sehen das anders und loben die Sicherheitskräfte: «Saubere Arbeit von der Security. Haben für Ruhe und Ordnung gesorgt».

Wurde Pyrotechnik in die Menge geworfen?

Berechtigtes Vorgehen aus Sicherheitsgründen also? Was sagt die Deltagroup Security & Services AG, die für die Sicherheit am Open Air Frauenfeld zuständig ist, zu dem Vorfall?

Dem Unternehmen sind die Aufnahmen bekannt, wie CEO Linus Eberhard auf Anfrage erklärt. «Wir arbeiten die Situation gemeinsam mit dem Veranstalter sowie den Führungs- und Einsatzkräften auf und rekonstruieren den Ablauf», erläutert er. Das Einschreiten der Sicherheitskräfte sei erfolgt, weil Pyrotechnik in die Menge geworfen worden sei. Es habe eine unmittelbare Gefahr für die umstehenden Gäste bestanden. «Es musste rasch gehandelt werden», betont der Chef der Sicherheitsfirma. 

Man arbeite die Situation mit dem Veranstalter und den involvierten Mitarbeitern, bei denen es sich um besonders geschulte Angestellte handelte, auf. «Sollte sich zeigen, dass eine Situation nicht korrekt abgelaufen ist, werden wir geeignete Massnahmen ergreifen, damit sich dies nicht wiederholt», verspricht Eberhard.

Keine Verletzten

Auch das Open Air Frauenfeld bezieht auf Blick-Anfrage Stellung. Dort hat man ebenfalls Kenntnis von den kursierenden Videos. «Klar ist für uns: Der Umgang mit unseren Gästen muss respektvoll und verhältnismässig sein. Sollte sich zeigen, dass einzelne Handlungen nicht unseren Standards entsprochen haben, werden wir diese gemeinsam mit unserem Sicherheitspartner aufarbeiten», teilt das Medienteam mit. 

Zum Pyrotechnik-Einsatz ergänzt es: «Grundsätzlich wird bei gezündeter Pyrotechnik der unmittelbare Bereich gesichert, da ein Zugriff auf einen brennenden Gegenstand in einer dicht stehenden Menschenmenge zusätzliche Risiken schaffen würde. Droht jedoch eine akute Gefährdung Dritter – beispielsweise, wenn Pyrotechnik in die Menschenmenge geworfen wird –, muss eingeschritten werden.» Verletzte habe es keine gegeben.

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