Darum gehts
- Mann (†66) brach in teilweise zugefrorenen Lago Bianco ein
- Rettungskräfte konnten ihn nur noch tot bergen
- Lokomotivführer entdeckte Gegenstände im Eisloch gegen 17 Uhr
Am Mittwochnachmittag ist ein Mann (†66) in den teilweise zugefrorenen Lago Bianco eingebrochen. Die Rettungskräfte konnten den Mann nur noch tot bergen.
Gegen 17 Uhr bemerkte ein Lokomotivführer der Rhätischen Bahn in einem Loch der Eisdecke Gegenstände. Er alarmierte umgehend die Rettungskräfte. Eine Crew der Rega ortete das Loch und konnte eine Person erkennen.
«Einige Meter entfernt vom Ufer gefunden»
Sie barg den mit Schneeschuhen ausgerüsteten Mann mit der Winde und leitete sofort Reanimationsmassnahmen ein. Trotz dieser Bemühungen konnte der Notarzt nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die Kantonspolizei Graubünden klärt zusammen mit der Staatsanwaltschaft die Umstände dieses Todesfalls ab, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt.
«Der Mann wurde einige Meter vom Ufer entfernt gefunden», erklärte Markus Walser, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Die Kantonspolizei rät dringend davon ab, ähnliche Aktionen durchzuführen», fuhr Walser fort.
Schweizer Alpen-Club warnt vor zugefrorenen Seen
Laut Dominik Hunziker, Rettungschef des Schweizer Alpen-Clubs Sektion Bernina, ist die Eisdicke auf dem Lago Bianco sehr unregelmässig im Vergleich zum letzten Jahr. Zudem sind Löcher und Risse vorhanden.
Die Eisdicke betrage maximal fünf Zentimeter. «An der Stelle, an der der Mann eingebrochen ist, war der See seit vier Tagen zugefroren», fügte Hunziker hinzu. Der Rettungschef warnt ebenfalls davor, die Eisdecke zu betreten.