Gemeinde richtet Notfallversorgung ein
Jetzt ist klar, warum das Trinkwasser von Küblis GR verschmutzt ist

Trinken, Kochen, Waschen verboten: Seit Mittwochmorgen haben die Bewohner der Gemeinde Küblis im Kanton Graubünden kein Trinkwasser mehr. Am Freitag gibts Neuigkeiten.
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Der Bahnhof von Küblis im Kanton Graubünden. In der Gemeinde ist das Trinkwasser verunreinigt.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

  • Wasserversorgung in Küblis wegen Verunreinigung vorsorglich unterbrochen
  • Bewohner sollen Hautkontakt mit Leitungswasser vermeiden und Wasserzufuhr abstellen
  • Die 900-Einwohner-Gemeinde erwartet Trinkwasserabgabestellen an vier Standorten
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Die Bündner Gemeinde Küblis hat am Mittwoch um 5 Uhr vorsorglich die gesamte Wasserversorgung unterbrochen. Grund ist eine Verunreinigung in Teilen der Trinkwasserversorgung, die am Morgen entdeckt wurde.

«Zur genauen Abklärung der Ausbreitung und des Grundes wurde vorsorglich die gesamte Wasserversorgung unterbrochen», teilte die 900-Seelen-Gemeinde mit. Wasserproben würden analysiert. Am Freitag dann die Nachricht: Es ist eine unbestimmte Menge Mineralöl in eine Quellfassung gelangt – daher der merkwürdige Geruch des Wassers. 

Die Wasserversorgung bleibt vorerst weiterhin unterbrochen, die Bevölkerung und die Landwirtschaft von Küblis werden über eine Notversorgung mit Trinkwasser versorgt. Abgabestationen wurden installiert. 

Abgabestationen eingerichtet

An folgenden Orten wird gemäss Gemeinde Trinkwasser ausgegeben:

  • Tälfscher Strass 27
  • Innerer Stutz 11
  • Alter Werkhof
  • Neuer Werkhof

Zudem könnten die 900 Einwohnerinnen und Einwohner von Küblis nun die Duschanlagen der Schulturnhallen in den umliegenden Gemeinden nutzen. «Sobald am Montag wieder Schulbetrieb herrscht, werden die Möglichkeiten neu geprüft», schreibt die Gemeinde Küblis auf ihrer Website.

«Deutlicher Fremdgeruch»

Am Mittwoch ging beim Brunnenmeister um 5 Uhr eine Alarmmeldung über einen Störfall in einem gemeindeeigenen Reservoir ein. Er stellte vor Ort einen «deutlichen Fremdgeruch» in einer Zuleitung fest und unterbrach vorsorglich die Wasserversorgung sofort.

Am Freitag teilte die Gemeinde zunächst mit, dass das Trinkwasser gemäss Analysen mit Kohlewasserstoffen verschmutzt sei. Am Abend ergänzte sie, dass Mineralöl auf dem Gebiet der Gemeinde Klosters in einen Quellstrang gelangt sei. Weshalb und in welcher Menge ist noch unklar. Die Kantonspolizei Graubünden ermittelt gemeinsam mit dem Amt für Natur und Umwelt sowie der Staatsanwaltschaft.

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