Frieda Hodel über ermordete Freundin Ivana L.
«Ich weine heute noch, wenn ich an sie denke»

Thomas L.* (43) hat seine Frau Ivana L.* (†38) getötet und ihre Leiche anschliessend zerstückelt. Der Prozessauftakt reisst bei Ex-Bachelorette Frieda Hodel alte Wunden auf. Sie und das Opfer waren befreundet.
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Ivana L. mit Ex-Bachelorette Frieda Hodel. Sie haben sich nach der Miss-Wahl kennengelernt und zusammen gemodelt.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Thomas L.* steht vor Gericht für Mord an Miss-Schweiz-Finalistin
  • Er soll sie 2024 getötet, zerstückelt und in Chemikalien aufgelöst haben
  • Ex-Bachelorette Frieda Hodel erinnert sich emotional an ihre Freundin
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Devin SchürchReporter News

Ein Tötungsdelikt im Februar 2024 erschüttert die Gemeinde Binningen BL. Thomas L.* hat seine Frau und Miss-Schweiz-Finalistin Ivana L.* auf grausame Weise zu Tode gewürgt, so die Anklage. Anschliessend habe er ihre Leiche mit einem Stabmixer zerstückelt und die Überreste in Chemikalien aufgelöst. Heute Montag steht er vor Gericht.

Bei Ex-Bachelorette Frieda Hodel (44) sitzt der Schock noch immer tief. Sie hat Ivana L. nach der Miss-Wahl kennengelernt, später arbeiteten sie zusammen als Models. Den Angeklagten kannte Hodel nicht persönlich. Zum Prozessauftakt erinnert sie sich an ihre Freundin.

«Ein Mensch, der einem in Erinnerung bleibt»

«Wenn ich an Ivana denke, fällt mir als Erstes ihre besondere Ausstrahlung ein», sagt Hodel. «Sie war nicht nur äusserlich wunderschön, sondern auch innerlich. Sie war ein Mensch, der einem in Erinnerung bleibt.»

Sie erinnert sich an lange Autofahrten zu gemeinsamen Model-Aufträgen. «Wir haben über vieles gesprochen, auch über tiefgründige Themen.»

Unstimmigkeiten in der Beziehung von L. habe Hodel allerdings nie wahrgenommen.

Mann musste Schocknachricht vorlesen

Hodel erfährt aus den Medien von dem Tötungsdelikt. «Ich konnte es zuerst nicht glauben. Ich weiss noch, dass ich den Artikel kaum lesen konnte. Meine Augen waren wie gelähmt.»

«Ich musste meinen Mann bitten, mir vorzulesen, was passiert war.» Bis heute sitzt der Schmerz bei Hodel tief. «Es tut mir unendlich im Herzen weh – ich weine heute noch, wenn ich an sie denke.»

«Nicht erst hinschauen, wenn es zu spät ist»

Zum Fall selbst äussert sie sich Hodel nicht. Doch sie findet klare Worte: Sie wünscht sich, dass solche Vorfälle die Gesellschaft wachrütteln. «Menschen, die Gewalt oder Angst erleben, brauchen früher Hilfe.»

Laut Hodel gibt es zu wenig nachhaltige Unterstützung. «Wir dürfen nicht erst hinschauen, wenn es zu spät ist.»

«Es hat mir das Herz zerrissen»

Hodel hatte Kontakt zu engen Freundinnen von L. und anderen Menschen in ihrem Freundeskreis. Auch an der Beerdigung nahm sie teil. «Es hat mir das Herz zerrissen», erinnert sich Hodel. Gleichzeitig sei sie aber dankbar gewesen, Abschied nehmen zu können.

Für die Verhandlung hofft Hodel, dass alles sorgfältig, respektvoll und rechtsstaatlich aufgearbeitet wird. «Ich wünsche mir Gerechtigkeit für Ivana und ihre Familie», so Hodel.

Ihre Gedanken sind besonders bei den Kindern: «Ich wünsche mir, dass sie eines Tages spüren, was für ein besonderer Mensch ihre Mutter war und wie sehr sie ihre Kinder geliebt hat.» 

*Namen geändert 

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