Postauto steht in Vollbrand
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Türen öffneten sich erst bei Stillstand
Neue Details zur Brandtragödie in Kerzers FR

Knapp eine Woche nach dem Postautobrand in Kerzers FR haben die Ermittlungen neue Details ans Licht gebracht. So öffneten sich die Türen etwa normal, als das Fahrzeug zum Stillstand kam.
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Sechs Menschen verstarben beim Postautobrand in Kerzers. Fünf Menschen wurden verletzt.
Foto: Leserreporter
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Eine Woche nach dem tragischen Postautobrand zieht die Kantonspolizei am Montag in einer Medienmitteilung Bilanz zu den bisherigen Ermittlungen. 

Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich neun Personen im Fahrzeug: Der Chauffeur, sieben Passagiere und der mutmassliche Täter. Die endgültige Bilanz beläuft sich auf sechs verstorbene Personen. Drei Passagiere konnten sich verletzt aus dem Bus retten. Darunter befindet sich eine 56-jährige Frau, die weiterhin in kritischem Zustand im Spital liegt. Ausserdem wurden zwei Personen ausserhalb des Busses beim Versuch, den Opfern zu helfen, leicht verletzt.

Türen öffneten sich normal bei Stillstand des Fahrzeugs

Nun ist auch die Frage zum Öffnen der Bustüren geklärt: Technische Feststellungen ergaben, dass der Bus mit zwei Passagiertüren ausgestattet war. Diese öffneten sich normal, als das Fahrzeug zum Stillstand kam. Doch: «Da das Feuer während der Fahrt ausbrach, konnten sich die Türen erst beim vollständigen Halt des Busses öffnen», heisst es in der Medienmitteilung.

Die Ermittlungselemente zeigen, dass der mutmassliche Täter Roger K. (†65) allein gehandelt habe. Noch seien die tieferen Gründe hinter der Tat unbekannt. Es wird von einem erweiterten Suizid ausgegangen. 

Staatsanwaltschaft untersucht genaue Umstände der Tragödie

K. war der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) des Kantons Bern bekannt, wo er unter Beistandschaft für administrative Aufgaben stand. Es habe keine Anzeichen dafür gegeben, dass er eine Gefahr für sich selbst oder andere darstellte. Er war der Polizei jedoch wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz bekannt.

Die Strafuntersuchung wird unter der Leitung der Staatsanwaltschaft fortgesetzt, um die genauen Umstände dieses Ereignisses zu klären. Das Care Team See/Lac bietet Unterstützung für Angehörige und Betroffene der Tragödie. Die am Abend des Brandes eingerichtete Krisen-Hotline ist mittlerweile deaktiviert.

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