Darum gehts
- Der Bund warnt vor Betrügern, die gefälschte Hotelplan-Mails verschicken
- Opfer werden zur Eingabe ihrer Kreditkartendaten auf Fake-Seiten verleitet
- Bereits 1000 Fr. Schäden pro Opfer, Polizei rät zur sofortigen Sperrung
Kurz vor den Herbstferien, für die Zehntausende Schweizerinnen und Schweizer eine Reise gebucht haben, warnt der Bund vor einer neuen Betrugsmasche. Gauner locken ihre Opfer mit der Aussicht auf eine Rückerstattung für eine angeblich bereits bezahlte Reise in die Falle. Und nutzen dabei den Schreckmoment aus. Betroffene lesen das E-Mail und fragen sich: «Hab ich die Reise wirklich gebucht?» Und tappen in die Falle, wie es auf cybercrimepolice.com heisst. Auf der Homepage warnen die Kantonspolizeien regelmässig vor den neusten Betrugsmaschen.
Perfide dabei: Die Gauner missbrauchen den Namen des Reiseveranstalters Hotelplan. Sie verschicken täuschend echt wirkende E-Mails mit einer angeblichen Reisebestätigung. Darin befindet sich der Button «Buchungsdetails ansehen». Wer darauf klickt, landet jedoch nicht bei Hotelplan, sondern auf einer gefälschten Website mit Namen und Logo des Schweizer Reiseveranstalters.
Ich hab doch gar nichts gebucht!
Dort wird es richtig hinterlistig: Nach einer angeblichen Sicherheitsprüfung erscheint eine vermeintlich bereits bezahlte Hotelbuchung. Weil der Empfänger diese gar nie gemacht hat, liegt der nächste Schritt nahe: stornieren und Geld zurückfordern. Doch genau darauf haben es die Betrüger abgesehen! Für die angebliche Rückerstattung müssen die Opfer ihre Kreditkartendaten eingeben. Diese werden direkt an die Kriminellen übermittelt.
Damit hat die Falle aber noch nicht zugeschnappt. Anschliessend fordert die Fake-Seite dazu auf, eine Anfrage in der Banking-App zu bestätigen oder einen OTP-Code einzugeben. Angeblich ist dies nötig, damit die Rückerstattung ausbezahlt werden kann. Tatsächlich passiert das Gegenteil: Mit der Bestätigung wird eine Belastung der Kreditkarte freigegeben.
Links auf keinen Fall anklicken
Die Cybercrime-Polizei warnt deshalb davor, Links in verdächtigen E-Mails anzuklicken oder dort persönliche und finanzielle Daten einzugeben. Bei Unsicherheit soll man direkt mit Hotelplan Kontakt aufnehmen. Wer bereits Kreditkartendaten eingegeben oder eine Zahlungsanfrage bestätigt hat, muss schnell reagieren: sofort die Bank kontaktieren und die betroffene Karte sperren lassen.
Zudem empfiehlt die Polizei, nach telefonischer Voranmeldung bei der zuständigen Kantonspolizei Anzeige zu erstatten. Die verdächtige Nachricht sollte gelöscht oder in den Spam-Ordner verschoben werden.