Darum gehts
- Europa leidet unter Stürmen, Überschwemmungen und Schneechaos durch atlantische Sturmtiefs
- Bis Donnerstag werden stürmisches Wetter und bis zu ein Meter Schnee erwartet
- Lawinengefahr Stufe 4 für Wallis, Alpennordhang und Graubünden ausgerufen
Petrus, was haben wir dir getan? Europa versinkt im Wetter-Chaos. Sturzfluten, Überschwemmungen, Stürme. Besonders Spanien, Frankreich und Portugal hat es in den vergangenen Tagen hart getroffen. Teilweise kamen sogar Menschen ums Leben. Und bei uns kommt der grosse Schnee diese Woche, während es sonst im Winter kaum Flocken vom Himmel gab.
Aber warum gibt es gerade jetzt so viele Extreme? Der Atlantik ist schuld! «Über dem Atlantik entstehen neue Sturmtiefs, die dann zu uns ziehen», sagt Klaus Marquardt von Meteo News zu Blick.
Einfacher ausgedrückt: Über dem Atlantik befindet sich eine Schlechtwetter-Fabrik – und sie läuft gerade auf Hochtouren. Immer wieder neue Unwetter werden produziert, die dann über Europa ziehen.
«Bis zu ein Meter in dieser Woche»
Marquardt spricht von einem «Frontenkarussell». Und das dreht sich erstmal weiter. «Bis Donnerstag wird es ungemütlich. Vielleicht kommt mal kurz die Sonne für einen Augenblick. Grösstenteils wird es stürmisch und nass. In den Bergen kommt viel Schnee. Bis zu ein Meter in dieser Woche», erklärt der Meteorologe.
Immerhin: Ein Ende ist in Sicht – vielleicht. Am Freitag könnte es besser werden. Marquardt ist aber noch vorsichtig mit der Prognose. «Das kann sich noch ändern. Aktuell sieht es nach einer Besserung aus.»
Zug wegen Lawine entgleist
Bis dahin müssen wir aber durchhalten und vorsichtig sein. Denn: Durch den vielen Schnee und starken Wind hat sich die Lawinengefahr in der Schweiz erhöht. Die zweithöchste Gefahrenstufe 4 (gross) wird laut dem Lawinenbulletin des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung für das Wallis, den Alpennordhang und Graubünden vorausgesagt.
Am Montagmorgen kam es bereits zu einem ersten Unglück. Ein Zug in Goppenstein VS ist wegen einer Lawine entgleist. Rettungskräfte sind im Einsatz und gehen von mehreren verletzten Personen aus.
Für Wintersportorte sind die Schneemengen hingegen ein Segen: Nach einem ungewöhnlich milden und zu trockenen Januar können Skigebiete nun mit besseren Pistenbedingungen und einer längeren Saison rechnen – vor allem in den westlichen und zentralen Alpen.