Unwetter in Frankreich
Höchste Hochwasserwarnung bleibt bis Samstag bestehen

Sturm Nils wütet in Frankreich und Spanien und fordert ein zweites Todesopfer. In Bergregionen drohen starker Schneefall und Lawinen.
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In Spanien wird es auch am Wochenende weiter regnen.
Foto: X @guardiacivil

Darum gehts

  • Frankreich kämpft mit Hochwasser nach Sturm Nils, Warnungen bleiben bestehen
  • 550'000 Haushalte in Frankreich weiterhin ohne Strom
  • Spanien: In den Pyrenäen wird starker Schneefall am Wochenende erwartet
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Marian NadlerRedaktor News

Alle am Freitag in Frankreich ausgerufenen Hochwasserwarnungen bleiben auch am Samstag bestehen. Für die Départements Gironde und Lot-et-Garonne gilt weiterhin die höchste Warnstufe, berichtet der Sender BFMTV. Sturm Nils sorgt dort für schwere Überschwemmungen. 550'000 Haushalte sind weiterhin ohne Strom.

Aus dem Département Tarn-et-Garonne wurde ein zweites Todesopfer gemeldet, nachdem bereits am Freitag ein Lastwagenfahrer In der Gemeinde Les Mées im Département Alpes-de-Haute-Provence gestorben war. Ein Ast war auf sein Fahrzeug gekracht.

So starb zweites Todesopfer

Beim zweiten Todesopfer handelte es sich um einen Mann, der während des Sturms auf eine Leiter in seinem Garten gestiegen war und anschliessend bei einem Unfall ums Leben kam. Das gab Regierungssprecherin Maud Bregeon (35) auf TF1 bekannt.

In vielen anderen Gebieten, von der südlichen Bretagne bis zu den Pyrenäen, gilt am Freitag und Samstag eine orangefarbene Hochwasserwarnung. Für vier Départements in den Alpen gilt am Freitag noch eine orangefarbene Lawinenwarnung.

Starker Schneefall in den Pyrenäen erwartet

Am späten Donnerstagnachmittag überraschte eine Lawine die Bewohner von Vaujany im Département Isère. Die Schneemasse erreichte laut BFMTV den Eingang des örtlichen Skigebiets. Verletzte gab es glücklicherweise keine. Am Freitagmorgen war der Ort für jeglichen Verkehr gesperrt. In der Region gilt die zweithöchste Lawinen-Warnstufe orange.

Auch in Spanien ist weiterhin Regen angesagt. «Diesmal wird der Wind Nord- und Südkatalonien treffen», schreibt die Tageszeitung «La Vanguardia». In den Pyrenäen wird zudem starker Schneefall erwartet.

Auf der beliebten Ferieninsel Mallorca gilt an der Südküste am Freitag die zweithöchste orange Warnstufe. Es werden Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h erwartet. Auf Gipfeln und Landzungen können die Böen sogar die Marke von 120 km/h überschreiten. Auch vor bis zu 8 Meter hohen Wellen wurde gewarnt. Die Warnung galt auch für die Baleareninseln Ibiza und Formentera. 

Erdrutsch in Italien

In Italien kam ein Mann (†58) in seinem Haus in der Nähe der Haupststadt Rom ums Leben, nachdem ein Erdrutsch sein Haus getroffen hatte. Wie die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf Rettungskräfte schrieb, stürzte ein Teil des Hangs, auf dem das Gebäude stand, ein und der Erdrutsch riss das dreistöckige Haus mit sich. 

Zwei weitere Anwohner wurden leicht verletzt und in ein Spital eingeliefert. Das Opfer befand sich zum Zeitpunkt des Unglücks im Erdgeschoss, die beiden Verletzten im Obergeschoss. 

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