Unwetter-Alarm in Frankreich
900'000 Haushalte ohne Strom – ein Toter gemeldet

In Frankreich und Spanien gilt am Donnerstag eine rote Unwetter-Warnstufe. Es drohen Lawinen, heftige Winde und Überschwemmungen.
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im Département Pyrénées-Orientales wurden Häuser beschädigt, wie Social-Media-Videos zeigen.
Foto: X @VigipreventionM

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Vier französische Départements rufen rote Wetter-Warnstufe wegen Unwettern aus
  • Stürme mit Böen bis 162 km/h, mehrere Skigebiete geschlossen
  • 850'000 Haushalte ohne Strom
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Marian NadlerRedaktor News

Sturmtief Nils hat Frankreich fest im Griff. Savoie, Aude, Gironde, Lot-et-Garonne und Pyrénées-Orientales: Diese fünf französischen Départements haben am Donnerstag die höchste rote Wetterwarnstufe ausgerufen. Es drohen Lawinen, starke Winde und Überschwemmungen.

In der Gemeinde Les Mées starb ein Lastwagenfahrer. Ein Ast fiel auf sein Fahrzeug, teilte die zuständige Präfektur der Region Landes gegenüber dem TV-Sender BFMTV mit.

In den Départements Pyrénées-Orientales und Aude sind am Donnerstag aufgrund der Unwettergefahr alle Schulen geschlossen. In letzterer Region wurden Wälder, Parks und Gärten zudem für die Öffentlichkeit gesperrt.

Bäume stürzen um

In 31 weiteren Gebieten gilt die zweithöchste Warnstufe orange, etwa für Südkorsika. Der Wetterdienst Météo-France schreibt in einem Bulletin, dass «eine Verschärfung der Warnstufe für einige Départements nicht ausgeschlossen werden kann». Météo-France erwartete vor allem im Süden des Landes heftige Winde. 

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An der Ostküste Korsikas werden Windböen von 100 bis 120 km/h erwartet, im Département Aude sogar bis zu 150 km/h. Die nördlichen Regionen Haute-Savoie, Isère und Hautes-Alpes unterliegen der Lawinenwarnung orange. «Auf dem Haute-Tarentaise-Massiv wird am Donnerstag mit einer aussergewöhnlichen Lawinenlage gerechnet, die erhöhte Wachsamkeit erfordert», erklärte Météo-France. Einige Skigebiete wurden geschlossen.

Schon in der Nacht waren Windböen von bis zu 162 km/h gemessen worden, berichtete BFMTV. In den Pyrenäen und im Grossraum Bordeaux stürzten mehrere Bäume um. Es kam zu Verkehrsproblemen. Das Unternehmen Enedis meldete am Donnerstagvormittag, dass 900'000 Haushalte ohne Strom waren.

Alarmstufe Rot auch in Barcelona

Auch auf der bei Urlaubern beliebten spanischen Insel Mallorca gab es Orkanböen. In der spanischen Region Katalonien mit Barcelona hatten die Behörden ebenfalls Alarmstufe Rot wegen extremen Windes ausgelöst und vorsichtshalber die Schulen geschlossen. Eine Person wurde nach Angaben des Zivilschutzes durch einen umstürzenden Baum schwer verletzt, mehrere Bahn- und Strassenverbindungen durch umgestürzte Bäume zeitweise blockiert.

Auf Mallorca wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde in Berglagen gemessen, teilte der Wetterdienst Aemet mit. Über mögliche Opfer oder grössere Schäden wurde dort zunächst nichts bekannt.

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In Portugal kam es zu einem Deichbruch an einer Autobahnbrücke zwischen der Hauptstadt Lissabon und der zweitgrößten Stadt Porto. Die Autobahnbrücke auf der A1 stürzte teilweise ein. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden. Nach Angaben der portugiesischen Regierung dauert es noch Wochen, bis die Autobahn wieder befahren werden kann. In Portugal kamen bei den Unwettern bisher sieben Menschen ums Leben. Es entstanden Sachschäden in Höhe von vier Milliarden Euro.

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