Darum gehts
- Vier französische Départements rufen rote Wetter-Warnstufe wegen Unwettern aus
- Stürme mit Böen bis 162 km/h, mehrere Skigebiete geschlossen
- 850'000 Haushalte ohne Strom
Sturmtief Nils hat Frankreich fest im Griff. Sacoie, Aude, Gironde, Lot-et-Garonne und Pyrénées-Orientales: Diese fünf französischen Départements haben am Donnerstag die höchste rote Wetter-Warnstufe ausgerufen. Es drohen Lawinen, starke Winde und Überschwemmungen.
In der Gemeinde Les Mées starb ein Lastwagenfahrer. Ein Ast fiel auf sein Fahrzeug, teilte die zuständige Präfektur der Region Landes gegenüber dem TV-Sender BFMTV mit.
Im Départements Pyrénées-Orientales und Aude sind am Donnerstag aufgrund der Unwetter-Gefahr alle Schulen geschlossen. In letzterer Region wurden Wälder, Parks und Garten zudem für die Öffentlichkeit gesperrt.
Bäume stürzen um
In 31 weiteren Gebieten gilt die zweithöchste Warnstufe orange, etwa für Südkorsika. Der Wetterdienst Météo-France schreibt in einem Bulletin, dass «eine Verschärfung der Warnstufe für einige Départements nicht ausgeschlossen werden kann». Météo-France erwartete vor allem im Süden des Landes heftige Winde.
An der Ostküste Korsikas werden Windböen von 100 bis 120 km/h erwartet, im Département Aude sogar bis zu 150 km/h. Die nördlichen Regionen Haute-Savoie, Isère und Hautes-Alpes unterliegen der Lawinenwarnung orange. «Auf dem Haute-Tarentaise-Massiv wird am Donnerstag mit einer aussergewöhnlichen Lawinenlage gerechnet, die erhöhte Wachsamkeit erfordert», erklärte Météo-France. Einige Skigebiete wurden geschlossen.
Schon in der Nacht waren Windböen von bis zu 162 km/h gemessen worden, berichtete BFMTV. In den Pyrenäen und im Grossraum Bordeaux stürzten mehrere Bäume um. Es kam zu Verkehrsproblemen. Das Unternehmen Enedis meldete am Donnerstagmorgen, dass 850'000 Haushalte ohne Strom waren.