Jetzt werden die Trümmerteile weggeräumt
0:50
Kran im Einsatz:Videos zeigen Aufräumarbeiten nach Brand

Verheerender Brand in Thusis GR fordert zwei Todesopfer – drei Personen weiter vermisst
Von Ana R. (32) fehlt jede Spur – Familie in grosser Sorge

Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Thusis in der Nacht auf Freitag sind zwei der fünf vermissten Personen tot aufgefunden worden. Das teilte die Kantonspolizei Graubünden mit.
1/4
Aktuelle Drohnenaufnahmen zeigen das völlig zerstörte Restaurantgebäude.
Foto: Kantonspolizei Graubünden
RMS_Portrait_AUTOR_554_NEU.jpg
Alexander TerweyStv. Teamlead News-Desk

Zwei Personen sind nach dem verheerenden Brand eines Mehrfamilienhauses in Thusis GR tot aufgefunden worden. Dies bestätigt die Bündner Kantonspolizei am Samstagmittag. Drei Personen werden weiter vermisst.

Die verschiedenen Einsatzkräfte sowie Spezialisten, die zu den Ermittlungsarbeiten betraut sind, stehen weiterhin im Einsatz. Das Gebäude ist nach wie vor einsturzgefährdet. Dadurch werden die Ermittlungs- und Bergungsarbeiten erschwert. Bislang konnte nur teilweise ins Gebäude vorgedrungen werden, erklärt die Polizei. 

Die Arbeiten werden aufgrund der Gefahrensituation vor Ort mit einem Hubretter unterstützt. Die Identifizierung der verstorbenen Personen steht noch aus. Weitere Angaben zu Geschlecht, Nationalität oder Alter der Verstorbenen und Vermissten macht die Kantonspolizei Graubünden auf Anfrage nicht. 

32-Jährige telefonierte noch mit Mutter, dann brach das Feuer aus

Das betroffene Restaurant war als portugiesisches Lokal bekannt – die Anteilnahme ist also auch in Portugal und in der portugiesischen Gemeinde hierzulande gross. Laut der portugiesischen Zeitung «Correio da Manhã (CM)» wird auch die 32-jährige Ana R.* seit dem Brand vermisst. R. lebte seit zweieinhalb Jahren in der Schweiz. Sie soll im dritten Stock des Hauses gewohnt und als Reinigungskraft gearbeitet haben. 

Gegenüber CM erklärte die Familie, dass sie erst am Freitagmorgen bemerkt hätten, dass R. vermisst wird. Am Donnerstagabend hätte sie gegen 21.30 Uhr noch mit ihrer Mutter telefoniert. Seitdem ist ihr Telefon ausgeschaltet und niemand konnte sie erreichen. Das portugiesische Aussenministerium bestätigte gegenüber der Zeitung zudem, dass sich unter den acht Verletzten zwei portugiesische Staatsbürger befinden – einer von ihnen in ernstem Zustand.

* Name bekannt

Heiss diskutiert
    Meistgelesen