Das müssen Eltern wissen
Asbest im Spielzeug gefunden – Schweizer Händler reagieren

In der Füllung einiger Spielsachen wurde Asbest festgestellt. Der Bund rief die betroffenen Produkte zurück. Detailhändler erklären, wie mit solchen Situationen umgegangen wird.
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Im Kinderzimmer sollten Kinder spielen und sicher sein.
Foto: Schoener Wohnen / Picture Press

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Bund warnte Ende Februar vor asbesthaltigen «Stretcher Toys» in der Schweiz
  • Betroffen sind 5 Produkte in der Schweiz, 13 in Deutschland
  • Asbest seit 1990 in der Schweiz verboten
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Angela RosserJournalistin News

Von wegen harmloses Spielzeug! Ende Februar veröffentlichte das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) eine öffentliche Warnung für diverse Spielsachen. Die Käuferinnen und Käufer dieser Produkte wurden angewiesen, diese nicht mehr zu nutzen und zurückzubringen.

Bei den betroffenen Spielsachen handelt es sich um elastische Figuren, sogenannte Stretcher Toys. Im Spielsand, mit dem diese Figuren gefüllt sind, wurde der gefährliche Stoff Asbest entdeckt. Während es sich in der Schweiz lediglich um fünf Produkte handelt, sind es in Deutschland einige mehr. Von den Rückrufen sind aktuell 13 Produkte betroffen, wie «Bild» schreibt.

Bestellungen können nachverfolgt werden

Auf Anfrage von Blick bei hiesigen Detailhändlern antwortet Galaxus, dass das Produkt, das in dem Shop erhältlich war, zurückgerufen wurde. «Es ist in unserem Shop nicht mehr verfügbar und die betroffenen Kundinnen und Kunden wurden direkt informiert», sagt Mediensprecher Tobias Heller.

«Wir können in solchen Fällen schnell reagieren. Jede Bestellung ist nachverfolgbar und erfolgt über ein Galaxus-Kundenkonto, in welchem Kontaktinformationen hinterlegt sein müssen», präzisiert er. Für Rückrufe orientiere sich das Unternehmen an Safety-Gate-Meldungen, Meldungen der Lieferanten und Hersteller sowie Meldungen von Recall Suisse.

«Wir beobachten die Lage weiterhin aufmerksam und stehen im Austausch mit unseren Lieferanten. Sollten sich neue Erkenntnisse ergeben oder betroffene Produkte identifiziert werden, werden wir umgehend handeln», so Heller.

Sand von Schweizer Unternehmen

Bei Aldi Suisse führe man die betroffenen Produkte gar nicht, so die Medienstelle. «Sowohl wir als auch unsere zuverlässigen und langjährigen Lieferanten prüfen unsere Artikel regelmässig. Diese etablierten Prozesse haben sich bewährt. Wir sind bestens gerüstet, um allfällige Unregelmässigkeiten festzustellen. Dies war bisher nicht der Fall», heisst es weiter.

Auch Manor schreibt, dass die betroffenen Spielsachen bei ihnen nicht erhältlich sind oder waren. «Unsere Produkte enthalten selbstverständlich keinerlei Asbest. Für die Herstellung verwenden wir ausschliesslich Sand, der von schweizerischen Unternehmen stammt», schreibt der Kundendienst.

Diese Produkte sind vom Rückruf betroffen
  • «Stretcherz Slammerz», Item-Nummer 1351053.V25, Item-Barcode 5050835105345
  • «Stretcherz Strech Squad XXL», Item-Nummer 1350093, Item-Barcode 5050835009346
  • «Strech Squad W4», Item-Nummer 1376624.WV4, Item-Barcode 5050837662419
  • «Stretcherz Stretch Squad Twin Pack», Item-Nummer 1376630.24, Item-Barcode 5050837663010
  • «Puffer-Figur Sand» Item-Nummer 35886Z mit dem Item-Barcode 8714627012316.
  • «Stretcherz Slammerz», Item-Nummer 1351053.V25, Item-Barcode 5050835105345
  • «Stretcherz Strech Squad XXL», Item-Nummer 1350093, Item-Barcode 5050835009346
  • «Strech Squad W4», Item-Nummer 1376624.WV4, Item-Barcode 5050837662419
  • «Stretcherz Stretch Squad Twin Pack», Item-Nummer 1376630.24, Item-Barcode 5050837663010
  • «Puffer-Figur Sand» Item-Nummer 35886Z mit dem Item-Barcode 8714627012316.

Seit den 90er-Jahren verboten

Während in der Schweiz der Rückruf lediglich mit Sand gefüllte Spielfiguren betrifft, wurde in Deutschland auch in anderen Spielsachen mit Sand Asbest nachgewiesen. Dieser kinetische Spielsand wird aktuell immer beliebter.

Aufpassen sollte man besonders bei Spielsand aus China. Die Verbraucherzentrale Bremen meinte gegenüber «Bild»: «Wir raten davon ab, Kindern Spielsand, Bastelsand und Montessori-Sandspieltische aus China zum Spielen zu geben. Auch bei buntem Deko-Sand, etwa zum Befüllen von Vasen, sollte man vorsichtig sein.» In Australien, wo mit Asbest kontaminiertes Spielzeug untersucht wurde, konnte ein Teil des betroffenen Sands zu einem Steinbruch in China zurückverfolgt werden.

Asbest ist ein natürliches Mineralfaserprodukt, das aufgrund seiner Hitze- und Feuerbeständigkeit besonders oft im Bauwesen verwendet wurde. Das Einatmen der freigesetzten Asbestfasern führt oft zu schweren Krebserkrankungen, die tödlich enden können. Seit 1990 ist Asbest in der Schweiz verboten. Auch in Deutschland darf es schon lange nicht mehr eingesetzt werden.

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