Darum gehts
- Polizeieinsatz bei Schulfest in Goldach SG wegen gemeldeter Schüsse am 4. September
- 15-Jähriger mit Messer identifiziert, Böller-Überreste in Schulnähe gefunden
- 300 Personen betroffen, Evakuierung bis 1.30 Uhr, keine Verletzten
Erneut werden Details zum Polizeigrosseinsatz am vergangenen Freitagabend bei einem Schulfest in Goldach SG bekannt. Diese bestätigen zu einem grossen Teil das, was bisher vermutet wurde. Der Einsatz wurde durch mehrere Meldungen von angeblichen Schüssen eingeleitet, welche kurz nach 20.20 Uhr bei der Notruf- und Einsatzzentrale der Kantonspolizei St. Gallen eingegangen waren. Die rund 300 betroffenen Personen mussten daraufhin aus Sicherheitsgründen in den Schulanlagen ausharren, bevor sie um 1.30 Uhr nach Hause entlassen werden konnten – verletzt wurde dabei niemand.
Bereits am Montag gab die Kantonspolizei St. Gallen in einer Medienmitteilung neue Erkenntnisse bekannt. Wie es darin hiess, wurde ein Junge (15) ermittelt, der mit einem Messer auf dem Schulfest aufgetaucht war. Auch teilte die Behörde in der Mitteilung mit, dass keine Hinweise gefunden wurden, welche auf einen Schusswechsel hindeuten. Die am Fest wahrgenommenen Knallgeräusche führte die Polizei bereits nach den ersten Erkenntnissen mutmasslich auf Pyrotechnik zurück. Auf einen Zusammenhang zwischen dem ermittelten Buben und den lauten Knallen deuteten die Hinweise nicht.
Pyrotechnik-Überreste in der Nähe der Schule gefunden
Gegenüber dem «St. Galler Tagblatt» teilte ein Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen nun mit, dass der ermittelte Teenager mit dem Messer nicht an der Oberstufe in Goldach zur Schule gehe. Aus ermittlungstaktischen Gründen machte der Mediensprecher jedoch keine Angaben zu weiteren Fragen – etwa der, ob der Verdächtige am Schulfest jemanden tatsächlich bedroht oder erschreckt hatte.
Zudem bestätigte der Mediensprecher nochmals, dass die Polizei die Knallgeräusche mit grösster Wahrscheinlichkeit auf gezündete Pyrotechnik zurückführen kann. Dies «aufgrund von aufgefundenen Resten pyrotechnischer Gegenstände», die sich im Umkreis der Schule bis zum Bahnhof verteilten. Dabei handle es sich vermutlich um Böller, wobei die Polizei das derzeit noch nicht vollständig abgeklärt habe. Auch wer diese zündete, konnte laut Polizeiangaben bis jetzt noch nicht festgestellt werden.
Der Junge mit dem Messer trug zu dem Grosseinsatz bei
Wie es in dem Bericht weiter heisst, haben sowohl die gezündeten Böller als auch der 15-Jährige mit dem Messer dazu beigetragen, dass es zu dem Alarm und dem polizeilichen Grosseinsatz gekommen war. Im Rahmen der Ermittlungen werde nun laut dem Mediensprecher auch geprüft, ob die Personen sich im Falle einer Identifizierung und des Nachweises einer Schuld an den durch den Vorfall entstandenen Kosten beteiligen müssen.