Darum gehts
- Meteorologen warnen vor Polarwirbel-Zusammenbruch, Schweizer Wetter bleibt jedoch stabil
- April aktuell 2,8 Grad wärmer als Durchschnitt, viel Sonne erwartet
- Trockenheit könnte im Sommer problematisch werden, Polarwirbel keine Gefahr
Meine Winterjacken sind schon im Keller verstaut. Jetzt schlägt die Stunde der Übergangsjacken. Denn: Der Frühling ist da! Doch während wir uns über die Frühlingssonne freuen, tut sich etwas hoch im Norden.
Der deutsche Meteorologe Dominik Jung ist besorgt. «Die Modelle simulieren einen regelrechten Zusammenbruch des Polarwirbels – ein Vorgang, der in der Meteorologie als eines der stärksten Signale für weiträumige Kaltluftausbrüche gilt», sagt Jung zu «T-Online». Er prophezeit einen Temperatursturz Ende April. Wird es also noch mal richtig kalt? Muss ich wieder runter in den Keller und meine Winterjacken holen?
Viel Sonne, wenig Regen
Michael Eichmann von Meteo News kann beruhigen. «Einen plötzlichen Kälteeinbruch gibt es im April nicht. Im Gegenteil: Wir haben eine ruhige Wetterphase mit viel Sonnenschein und wenig Regen. Grosse Störungen zeigen die Modelle nicht an», sagt der Wetterexperte zu Blick.
Aber was ist denn jetzt mit dem Polarwirbel? «Ein eigentlicher Polarwirbel existiert derzeit gar nicht mehr, der hat sich schon vor einiger Zeit abgebaut.»
Polarwirbel kann uns mächtig zum Bibbern bringen
Der Polarwirbel hat aber tatsächlich Einfluss auf unser Wetter. Es handelt sich dabei um ein Starkwindband, das sich über die Polarregion erstreckt. «Er verhindert, dass kalte Luftmasse in den Süden, also zu uns, ziehen kann. Wenn der Polarwirbel schwächer wird, kann kalte Luft, die sonst gefangen ist, in den Süden kommen», erklärt Eichmann. Der Polarwirbel kann uns also mächtig zum Bibbern bringen im Winter.
Jetzt ist die Gefahr aber gebannt. Nix mit Kälte! Die Werte gehen in eine andere Richtung. Der Meteorologe zu Blick: «Der April wird zu warm sein. Aktuell ist er schon 2,8 Grad über dem Durchschnitt. Nicht der Polarwirbel wird das grosse Thema werden, sondern die Trockenheit.» Wie der Sommer wird, kann Eichmann noch nicht sagen. Dafür ist der Böögg diesen Montag zuständig ...