Besoffen im Crewhotel!
Swiss zieht zwei Piloten aus dem Verkehr

Alarm in Genf: Zwei Swiss-Piloten erschienen betrunken zum Dienst. Sie haben seit Mai Flugverbot, die Swiss arbeitet den Fall auf.
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Flieger ohne Piloten: Die Swiss musste in Genf zwei Piloten auswechseln, weil diese betrunken zum Dienst erschienen.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Zwei Swiss-Piloten in Genf angetrunken, vor Dienstantritt ausgetauscht
  • Swiss betont Nulltoleranz bei Alkohol, medizinische Abklärungen laufen
  • Piloten vorerst suspendiert, Rückkehr ins Cockpit ungewiss
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Raphael RauchBundeshausredaktor

Was genau an jenem Mai-Abend in Genf passierte, ist unklar. Klar ist: Crew-Mitglieder wunderten sich am nächsten Morgen über zwei angetrunkene Swiss-Piloten und schlugen intern Alarm. «Die beiden Piloten wurden vor Beginn ihres Dienstes noch im Crewhotel aus dem Einsatz genommen und durch andere Piloten ersetzt. Sie haben keinen Flug durchgeführt», sagt Swiss-Sprecher Remo Müller zu Blick.

Swiss betont Nulltoleranz beim Thema Alkohol. «Sicherheit hat für uns oberste Priorität. Für unsere Crewmitglieder gelten klare und strenge Vorgaben zum Umgang mit Alkohol. Sie dürfen ihren Dienst nicht unter Alkoholeinfluss antreten oder ausüben», betont die Airline. «Wir haben höchste Ansprüche an unsere Flugsicherheit und unsere Crews und tolerieren keinen Alkoholmissbrauch.»

Medizinische Abklärungen laufen

Zu Details wie Flugnummer oder Flugzeugtyp schweigt die Airline – mit Verweis auf den Persönlichkeitsschutz. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) sei informiert, sagt Müller.

Für die beiden Piloten hat der Vorfall spürbare Folgen – sie dürfen vorerst nicht mehr fliegen. Ob und wann sie je wieder ins Cockpit zurückkehren, ist offen. Swiss betont, den Fall «sorgfältig, fair und ergebnisoffen» zu prüfen. Auch medizinische Abklärungen laufen, zu denen sich die Airline nicht äussert. Je nach Ergebnis der Untersuchung werden die Piloten abgemahnt oder entlassen. Ob die Piloten einsichtig sind, ist unklar. Sie hätten am Morgen die Möglichkeit gehabt, sich selbst flugunfähig zu melden – was sie aber nicht taten.

«Unsere Sicherheitsmechanismen funktionieren»

Die Swiss betont: «Unsere Sicherheitsmechanismen funktionieren: Mitarbeitende haben ihre Verantwortung wahrgenommen und ihre Beobachtungen gemeldet. Wir haben sofort gehandelt und die vorgesehenen Prozesse angewendet.» Trotzdem droht ein Imageschaden: Trunkenheit an Bord ist ein Alptraum für jede Airline. Normalerweise kämpft die Swiss nicht mit betrunkenen Piloten, sondern mit besoffenen Passagieren, die sich daneben benehmen. Dieses Mal ist es umgekehrt.

Erst kürzlich musste British Airways einen Flug von Barbados nach London canceln. Die Crew soll in einer Hotelbar eines All-inclusive-Resorts so exzessiv gefeiert haben, dass am nächsten Morgen Flugbegleiterinnen nach wie vor alkoholisiert waren. Laut Medienberichten hat sich eine Flugbegleiterin sogar vor Gästen übergeben. Ein Kollege sei kollabiert und ein anderes Crewmitglied habe frech gesagt: «Wir sind die Crew von British Airways, was ist schon dabei?»

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