Darum gehts
- Militär- und Polizeikonvoi mit Helikoptern auf A6 und in Spiez BE von Blick-Lesern gesichtet
- Übung FIDES26 testet Schutz kritischer Infrastruktur und Drohnenabwehr
- Tag 2 der Übung: Helikopter und Grossaufgebot, Spiez grossräumig abgesperrt
Grosse Aufregung im Kanton Bern am Sonntag: Um 10.30 Uhr bretterte ein Konvoi von Militär- und Polizeikräften über die Autobahn A6 von Bern in Richtung Thun. Über dem Konvoi gab ein Helikopter Geleitschutz. Einem Leserreporter fiel das «auffällige Fahrverhalten» des Konvois sofort auf. «Sie liessen sich nur schwer überholen», berichtete er.
Kurze Zeit später, gegen 11 Uhr, kreisten zwei Superpuma-Helikopter über dem Labor Spiez BE. Das Labor Spiez ist das Schweizer Kompetenzzentrum für den Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren. Es wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs) betrieben. «Wir fragen uns, was da los ist», sagte eine Leserreporterin. Das Labor sei grossräumig abgesperrt worden. Ein Grossaufgebot von Polizei und Armee war vor Ort.
«Komisch, dass ein Militärhelikopter am Sonntag so lange um die Kander und Autobahn rumfliegt. Das ist absolut nicht normal», wunderte sich ein weiterer Leserreporter.
Armee und Kapo üben den Ernstfall
Wer den X-Kanal der Kantonspolizei Bern in diesen Tagen aufmerksam verfolgt hat, weiss bereits, dass hinter dem angeblichen Grosseinsatz die Übung FIDES26 steckt. Das bestätigt Armeesprecher Matthias Volken auch auf Anfrage von Blick. Bei FIDES26 handelt es sich um eine gemeinsame Übung der Armee und der Kantonspolizei bei der unter anderem der Schutz von kritischer Infrastruktur und Drohnenabwehr erprobt wird.
«Heute ist Tag 2 der Verbundsübung #FIDES26 im Kanton Bern», schrieb die Kantonspolizei am Sonntagmorgen in einem Beitrag auf der Plattform X und kündigte auch in Spiez «Übungsmodule» und den Einsatz von Armee-Helikoptern an.
Die Übung begann am Samstag und geht noch bis Dienstag. «Im Zentrum der Übung steht das aktuelle Szenario mit einer länger andauernden Terrorbedrohung oder Kriegsgefahr», schrieb die Kantonspolizei Bern vorab in einer Medienmitteilung.