Mädchen (5) in Basel missbraucht
Die gruusigen Instagram-Profile des Toiletten-Täters

Ein 30-Jähriger wird verdächtig, Mitte Dezember in Basel ein fünfjähriges Mädchen missbraucht zu haben. Blick-Recherchen zeigen: Er führte bis zur Tat mehrere Instagram-Profile mit verstörenden Inhalten. Auch mehr als einen Monat nach der Tat sitzt er weiter in U-Haft.
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Auch mehr als vier Wochen nach der Tat im Basler Iselin-Quartier sitzt der Verdächtige noch immer in Untersuchungshaft.
Foto: Ralph Donghi

Darum gehts

  • Mann missbrauchte am 18. Dezember in Basel Mädchen (5) öffentlich
  • Verdächtiger postete auf Instagram-Profil Aufnahmen minderjähriger Mädchen
  • Tatverdächtiger nach Festnahme am 21. Dezember in Untersuchungshaft
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Die abscheuliche Tat schlug hohe Wellen und liess die Bevölkerung besorgt zurück: Mitten in Basel soll sich am 18. Dezember ein junger Mann in einer Toilette an einem Mädchen (5) vergangen haben. Zuvor hatte der mutmassliche Täter die weibliche Begleitperson (69) des Mädchens tätlich angegangen und verletzt. Seit dem 21. Dezember sitzt der 30-Jährige in Untersuchungshaft.

Recherchen von Blick fördern nun Abscheuliches zutage: Demnach betrieb der junge Mann mehrere Instagram-Profile, auf dem sich vor allem Darstellungen von Minderjährigen – meist Mädchen – wiederfinden. Ein Clip zeigt den Tatverdächtigen zudem, wie er an der Redingbrücke in Basel einer Mädchen-Statue der Bildhauerin Rosa Bratteler übers Gesicht streicht und an die Brüste fasst.

Kindergartengruppe gefilmt

Der letzte Post des Beschuldigten auf einem der Profile vom 21. Dezember – ein verwackeltes Video aus dem Basler Umland – löste Tausende Reaktionen aus. Viele Nutzer schrieben Beleidigungen bis hin zu Morddrohungen in die Kommentare. Mehrfach wurde auch die Polizei in den Kommentaren markiert.

Der Beschuldigte, der nach Blick-Informationen in der Basler Agglomeration wohnt, nutzte seinen öffentlichen Account unter anderem für Mitschnitte von Kinder-Influencerinnen sowie Aufnahmen von Babypuppen auf einem Bett. Auf den Aufnahmen deutet er auch sexuelle Handlungen an den Puppen an.

Ebenfalls auffällig: Rund einen Monat vor der mutmasslichen Tat veröffentlichte er ein Video einer Basler Kindergartengruppe beim Überqueren eines Fussgängerstreifens. Dass die Aufnahme von ihm stammt, wird durch seine Stimme im Hintergrund untermauert.

Auf Instagram inszenierte sich der mutmassliche Täter auch als Musikproduzent. Verstörend: Als Vorschaubild verwendete er mehrfach Bilder von minderjährigen Mädchen. In einem Video filmt er sich mit entblösster Brust im Spiegel, dazu läuft ein Rap-Song. Die Lyrics sind sexuell explizit.

Ist der Täter impulsgestört?

Das Verhalten des Tatverdächtigen weise auf einen impulsivgestörten Täter hin, sagt der ehemalige Chefarzt und Leiter der Klinik für Forensik an der UPK Basel, Marc Graf, zur «Basler Zeitung». «Im Gegensatz zu einem Täter, der über einen längeren Zeitraum das Vertrauen seines minderjährigen Opfers aufbaut und fast schon übervorsichtig ist, agieren impulsgestörte Täter unvorsichtig und plötzlich. Das ist oft ein Hinweis auf eine schwere psychische Störung», ordnet er ein.

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Die Basler Staatsanwaltschaft macht auf Anfrage von Blick aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben zum Festgenommenen. Auch zu den weiterhin öffentlich auffindbaren Instagram-Profilen äussert sie sich nicht. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

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