Wahlen in der Stadt Zürich
Montenegriner wegen Morddrohungen gegen Avdili verhaftet

Die Kantonspolizei Zürich hat einen 31-jährigen Montenegriner verhaftet, der FDP-Politiker Perparïm Avdili und dessen Familie bedroht haben soll. Hintergrund ist Avdilis Kritik an Pro-Palästina-Demos.
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Ein 31-jähriger Montenegriner bedrohte den Zürcher FDP-Politiker Përparim Avdili.
Foto: Philippe Rossier

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In Zürich wurde ein 31-Jähriger wegen Drohungen gegen Perparïm Avdili verhaftet
  • Der Beschuldigte bedrohte Avdili und Familie wegen dessen Gaza-Positionen
  • Avdili spricht von einer grösser angelegten Kampagne gegen ihn

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Erneuter Vorfall im Wahlkampf in der Stadt Zürich: Die Kantonspolizei Zürich hat einen 31-Jährigen wegen Drohungen gegen den FDP-Stadtpräsidiumskandidaten Perparïm Avdili (39) verhaftet. Die Staatsanwaltschaft führt ein Verfahren wegen Verdachts auf Drohung und Missbrauch einer Fernmeldeanlage.

Der Beschuldigte befinde sich nicht in Untersuchungshaft, sagte ein Sprecher der Zürcher Staatsanwaltschaft am Freitag gegenüber Keystone-SDA. Er bestätige einen entsprechenden Bericht der «NZZ». Die Polizei verhaftete den Montenegriner am Donnerstag. Für ihn gelte die Unschuldsvermutung, heisst es bei der Staatsanwaltschaft.

Kampagne gegen Avdili

Der Hintergrund: Laut «NZZ» soll der Mann über die sozialen Netzwerke Morddrohungen gegen Avdili und dessen Familie ausgestossen haben. Dabei soll es um seine Positionen zum Krieg in Gaza gegangen sein. Avdili hatte sich auf Social Media Pro-Palästina-Demos geäussert, weil antisemitische Parolen verbreitet worden seien.

Das Portal «Baba News» warf Avdili daraufhin vor, rechte Hetze zu betreiben und die Kritik an Israel pauschal zu delegitimieren. Seither wird der Politiker in den sozialen Medien massiv angegangen. In einer Kampagne der linken Gruppierung «Action for Palestine Switzerland» wird Avdili als «Zionist» bezeichnet, dem man keine Stimme geben solle.

Rapper distanziert sich wegen Gaza

Vor wenigen Tagen distanzierte sich der, wie Avdili, albanischstämmige Rapper EAZ (32) vom FDP-Politiker. Die beiden hatten für den Wahlkampf zusammen einen Song aufgenommen. Wegen Avdilis Positionen zum Islam und dem Krieg in Gaza könne er nicht mehr hinter Avdili stehen, liess der Rapper verlauten. 

Gegenüber der NZZ sprach Avdili von einer grösser angelegten Kampagne gegen ihn. Er werde als Genozid-Unterstützer diffamiert. Dabei unterstütze er eine Zweistaatenlösung und anerkenne das Leid der palästinensischen Zivilbevölkerung und der Israeli.

SVP-Kandidat attackiert

Im Februar war es bereits zu einem tätlichen Angriff im Zusammenhang mit den Wahlen gekommen. Ein Kandidat der SVP für den Zürcher Gemeinderat wurde von jungen Männern am Albisriederplatz attackiert. Diese sollen ihn beim Namen gerufen und Flaschen und Büchsen nach ihm geworfen haben. Einer der Männer soll dem SVP-Kandidaten eine Ohrfeige verpasst haben.

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