Die immerwährende, bewaffnete Neutralität und ein weitgehendes Sanktionsverbot sollen nicht in der Verfassung stehen. Die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerats (SIK-S) lehnt die Neutralitäts-Initiative deutlich ab. Sie folgt damit dem Bundesrat.
Mit 7 zu 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen empfiehlt die SIK-S der für das Dossier federführenden Aussenpolitischen Kommission des Ständerats (APK-S) die Ablehnung des Volksbegehrens, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Die Ausarbeitung eines Gegenvorschlags war demnach kein Thema.
Negative Auswirkungen befürchtet
Die von Pro Schweiz und SVP-Exponenten eingereichte Initiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität (Neutralitäts-Initiative)» verlangt, die immerwährende, bewaffnete Neutralität und ein weitgehendes Sanktionsverbot in die Verfassung zu schreiben. Laut der Mehrheit der SIK-S würde dies negative Auswirkungen auf die nationale Sicherheits-, Aussen- und Wirtschaftspolitik haben, da mit der Initiative die politische Handlungsfreiheit eingeschränkt würde.
Die SIK-S befürchtet beispielsweise Probleme bei verteidigungspolitischen Kooperationen. Zudem wäre die Übernahme von wirtschaftlichen Sanktionen gegenüber kriegführenden Staaten ausserhalb der Uno nicht mehr möglich, was «äusserst problematisch» sei. Die bestehende und bewährte Flexibilität in der Neutralitätspolitik sei gegenüber der starren Fixierung eines Neutralitätsbegriffs in der Verfassung zu bevorzugen, hiess es.
Die Kommissionsminderheit ist dagegen der Meinung, dass eine Neutralitätspolitik im Sinn der Initiative die sicherheitspolitische Lage der Schweiz verbessern würde, wie es in der Mitteilung hiess. Die Handlungsfähigkeit des Bundesrats würde zwar gemindert. Dafür würde die aussenpolitische Verlässlichkeit der Schweiz erhöht. Schliesslich seien sicherheitspolitische Kooperationen, wie sie bis jetzt bestehen, weiterhin möglich.
Als Nächstes wird sich die APK-S zur Initiative äussern.
Jetzt folgen – und nichts von Olympia verpassen. Mit der neuen Funktion bleibst du während der Winterspiele in Mailand/Cortina stets auf dem Laufenden. Ticker, Berichte, Analysen oder Reportagen – die ganze Palette der Berichterstattung wird dir als Follower automatisch aufs Handy gepusht. Mehr Infos gibts hier.
Follower werden ist ganz einfach. Unten auf den Button klicken, dann auf der Olympia-Seite auf das Plus-Symbol. Danach kannst du dich einloggen, News-Pushs abonnieren (nur auf der App), und schon bist du ein Follower.
Jetzt folgen – und nichts von Olympia verpassen. Mit der neuen Funktion bleibst du während der Winterspiele in Mailand/Cortina stets auf dem Laufenden. Ticker, Berichte, Analysen oder Reportagen – die ganze Palette der Berichterstattung wird dir als Follower automatisch aufs Handy gepusht. Mehr Infos gibts hier.
Follower werden ist ganz einfach. Unten auf den Button klicken, dann auf der Olympia-Seite auf das Plus-Symbol. Danach kannst du dich einloggen, News-Pushs abonnieren (nur auf der App), und schon bist du ein Follower.