Leser zu Hitzestundenplänen
«Es braucht ganz einfach Klimaanlagen in den Klassenzimmern!»

GLP-Kantonsrätin Nicole Hirt fordert, dass Schulstrukturen dem Sommer angepasst werden. Sie will der zunehmenden Hitze mit einer Umverteilung der Schulferien und früherem Unterrichtsbeginn entgegenwirken. In unserer Community wird ihr Vorstoss zum Diskussionsthema.
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Schwitzen statt Büffeln: Die Hitze setzt Schülerinnen und Schülern zu.
Foto: Keystone
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Alessandro KälinRedaktor Community

Die intensive Hitze im vergangenen Sommer war auch in den Schweizer Klassenzimmern spürbar. GLP-Kantonsrätin Nicole Hirt (62) will dem in kommenden Jahren entgegenwirken. Die Grünliberale fordert den Kanton Solothurn in einem Vorstoss dazu auf, eine Neuorganisation des Schulalltags zu prüfen.

Im Detail fordert sie eine «zeitgemässe und intelligente Verteilung der bestehenden Ferienwochen». So könnte etwa eine Ferienwoche vom Sommer in den Herbst geschoben werden. Auch einen früheren Unterrichtsbeginn und kürzere Mittagspausen in den Sommermonaten stellt die Solothurnerin in den Raum. In unserer Leserschaft gehen die Meinungen zu ihren Vorschlägen auseinander.

Das sagt die Community zu den möglichen Hitzemassnahmen

Gemäss einer Leserumfrage mit über 4300 Teilnehmern sind 43 Prozent grundsätzlich gegen Hirts Ansätze. Laut ihnen sind die aktuellen Regelungen an Schulen vollkommen ausreichend, um den Sommertemperaturen entgegenzuwirken.

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33 Prozent sind wiederum für angepasste Unterrichtszeiten für die Monate Juni, Juli und August. Die verbliebenen 24 Prozent sehen besonders die ans Klima angepassten Ferien als sinnvollen Lösungsansatz. Auch in den Kommentaren treffen die unterschiedlichen Lager aufeinander.

«Schule im Sommer ist eine Zumutung»

Viele Leserinnen und Leser erachten die Anpassung der Schulferien als sinnvoll. Für Richard Baker ist klar: «Schule im Juli und August finde ich unangemessen, vor allem heutzutage.» Er hat allerdings einen anderen Ansatz als Hirt: «Im Wallis dauern die Sommerferien von Anfang Juli bis Mitte August, im Tessin sogar sogar noch länger. Dafür haben sie weniger Ferien im Herbst und im Frühling. Das sollten wir auch machen.»

Auch Gustav Schwender merkt an: «Eine Woche Ferien vom Sommer in den Herbst verschieben? Wäre das nicht umgekehrt besser? Weniger Schule zur wärmsten Zeit.» Martin Widmer ist ebenfalls für diese Lösung: «Von Mitte Juni bis Ende August Ferien, wie in südlichen Ländern auch. Dafür im Frühling und Herbst keine Ferien mehr. Die Lösung gibt es schon.» Stefan Schenker hebt hervor: «Wer schonmal bei 40 Grad eine wegweisende Prüfung schreiben musste, versteht, dass Schule im Sommer eine Zumutung ist.»

«Verstand einschalten und Klimaanlagen einbauen»

Andere sind klar gegen die Ideen der Kantonsrätin. Christoph Gass schreibt etwa: «Sommerferien kürzen oder verschieben wird meiner Meinung nach nur wenig gegen die Hitze bringen. Ausserdem ist das schwierig, da die Eltern trotzdem arbeiten müssen.»

Franz Schnyder hebt zudem hervor: «Kürzlich hat die Politik doch schon über einen späteren Schulstart diskutiert. Und jetzt wieder etwas anderes? Gar nichts ändern. Es ist gut so, wie es ist.» Yvonne Bertschi fügt an: «Für viele Kinder beginnt die Schule bereits zu früh. Wir müssen das Lernen nicht noch schwieriger machen.»

Mina Sutter fragt zudem: «Warum diskutiert man lieber über Stundenplan- und Ferienänderungen statt über die offensichtlich einfachste Lösung? Es braucht ganz einfach Klimaanlagen in den Klassenzimmern!» Auch für Patrick Knif liegt die Lösung auf der Hand: «Nicht immer so weit überlegen. Verstand einschalten und Klimaanlagen einbauen.»

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