Millionen-Ausschreibung abgebrochen
Neue Panne bei der Walliser Chaos-Autobahn A9

Der Walliser Staatsrat bricht eine Ausschreibung bei der Walliser Autobahn A9 ab. Es ist nicht die erste Panne. Die Chronologie.
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Die Pannen-Autobahn A9 sorgt regelmässig für Aufregung. (Symbolbild)
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Walliser Regierung stoppt A9-Ausschreibung für 4,2 km langen Pfynwald-Tunnelbau
  • Firmen kritisieren hohe Risiken, Abbruch soll vorteilhaftere Angebote ermöglichen
  • A9-Baukosten seit 1999 verdoppelt, bisher Milliarden Franken verschlungen

Die Pannen-Chronik der Walliser Autobahn A9 ist um ein Kapitel reicher. Wie der «Walliser Bote» berichtet, stoppt der Staatsrat eine Ausschreibung. Dabei geht es um einen knapp 4,2 Kilometer langen Abschnitt durch den Pfynwald, wo unter anderem ein Tunnel gebaut werden soll.

Auf der Beschaffungsplattform Simap wurde der Abbruch offiziell bestätigt. Es seien «vorteilhaftere Angebote» zu erwarten, wenn das Verfahren abgebrochen wird. Das Bundesamt für Strassen hatte beim Kanton Wallis den Abbruch gefordert.

Zuvor hatten sich bereits verschiedene Firmen beim Kanton beschwert. Zu viele Risiken würden auf die Unternehmen übertragen, der Vertrag deshalb wirtschaftlich kaum mehr verantwortbar. Mehrere Unternehmen hätten darum nicht mehr offerieren wollen, schreibt die Zeitung.

Immerhin: Die Arbeiten gehen weiter, wie ein Vertreter des Kantons schreibt. Es müsse nur wenig angepasst werden, deshalb rechne die Dienststelle mit einer raschen Neuausschreibung. Die Arbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen.

Nicht das erste Problem

Doch es ist nicht das erste Problem der Autobahn, die mittlerweile schweizweit bekannt ist. Der Bau verschlingt Milliarden, seit Baubeginn 1999 hat sich das Budget bereits verdoppelt.

Im Mai zeigte eine interne Untersuchung, dass die Walliser Behörden mehrere Millionen Franken zu viel an die Bauunternehmen zahlten, dies berichtete der «Tages-Anzeiger».

Und schon zuvor gab es Probleme. 2022 wurden rund 500 Meter der Autobahn etwa 50 Zentimeter zu schmal gebaut. Der Grund: Die Bauleitung vergass das Bankett für die Verkehrssignale. Der Fehler kostete mehrere 10'000 Franken. 

2023 mussten 32 Meter der Auffahrtsrampe Ost wegen mangelnder Betonqualität zurückgebaut werden. Bezahlt wurden die zusätzlichen 400'000 Franken vom Bauunternehmen. 2024 stoppte das Bundesgericht eine versprochene Fussgängerbrücke.

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