Liebäugeln mit FDP in Luzern
Geht Ex-Armee-Chef jetzt in die Politik?

Thomas Süssli liebäugelt mit einer Nationalratskandidatur für die Luzerner FDP. Auch Starchirurg Thierry Carrel erwägt eine Kandidatur.
Kommentieren
1/6
Der ehemalige Armee-Chef Thomas Süssli tritt der FDP bei.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Schweizer wählen am 24. Oktober 2027 den Nationalrat
  • Thomas Süssli könnte für FDP kandidieren
  • Luzern entsendet künftig zehn Mitglieder, drei Plätze sind neu zu vergeben
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
Anna Clara_Kohler_Journalistenschülerin_Blick_2-Bearbeitet.jpg
Anna Clara KohlerRedaktorin Politik

Am 24. Oktober 2027 entscheidet die Schweizer Stimmbevölkerung über ihre Vertretung im Nationalrat. Der Kanton Luzern erhält einen zusätzlichen Sitz und wird von der nächsten Legislatur an zehn Mitglieder nach Bern schicken. Damit sind, ohne potenzielle Abwahlen, drei Plätze neu zu vergeben.

Das liegt daran, dass zwei Rücktritte bereits bekannt sind: FDP-Nationalrat Peter Schilliger (66) und Mitte-Nationalrat Leo Müller (67), wie die «Luzerner Zeitung» berichtet.

FDP will verlorenes Mandat zurückholen

Besonders bei der FDP ist die Ambition gross. Der abtretende Nationalrat Schilliger will als Wahlkampfleiter das 2019 verlorene zweite Mandat der FDP zurückholen. Ein prominentes Gesicht für die Kandidatur ist der ehemalige Armee-Chef Thomas Süssli (59).

Süssli ist vergangenen Dezember als Armeechef abgetreten. Im Februar 2025 wurde sein Rücktritt bekannt. Er ist in Oberkirch LU wohnhaft und als Unternehmer tätig. Süssli bestätigte gegenüber der «Luzerner Zeitung», nun der FDP beizutreten. Er habe der Partei «schon einmal angehört». Eine definitive Entscheidung über eine Kandidatur stehe aber noch aus: «Alle weiteren Entscheidungen treffe ich nach meiner Auszeit im März», so Süssli.

Thierry Carrel erwägt erneuten Anlauf

Ebenfalls ein Spitzenkandidat ist Thierry Carrel (65). Der Herzchirurg und Gemeinderat aus Vitznau LU verpasste 2023 nur knapp einen Sitz und hält sich eine Kandidatur offen. Nach seinem ausgezeichneten Resultat wolle er sich alle Optionen offenlassen.

Sollten die Wähleranteile gleich bleiben, könnte die SVP von einem dritten Sitz profitieren. Auch die GLP könnte in Luzern auf einen Mandatsgewinn hoffen, nachdem sie ihren Sitz 2023 an die SP verloren hat.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen