Kredit von maximal 32 Millionen Franken
Bundesrat erwidert ukrainischen Hilferuf nach Heizungen

Die Schweiz schickt hochleistungsfähige Generatoren und Strommodule in die Ukraine. Der Bundesrat hat einen Kredit von maximal 32 Millionen Franken bewilligt.
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Die Ukraine bekommt Hilfe von der Schweiz.
Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Schweizer Firmen schicken in den kommenden Wochen hochleistungsfähige Generatoren und Strommodule in die Ukraine. Das hat der Bundesrat beschlossen. Er hat einen Kredit von maximal 32 Millionen Franken bewilligt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte vor drei Wochen am WEF in Davos bei Bundespräsident Guy Parmelin um Hilfe gebeten. Aufgrund der Zerstörung von Energieanlagen durch Russland lebten derzeit viele Ukrainerinnen und Ukrainer ohne Heizung - dies bei extrem tiefen Temperaturen.

Strommodule und Diesel-Generatoren

Am Mittwoch beantwortete der Bundesrat die Anfrage der ukrainischen Regierung positiv. Er beschloss ein Hilfspaket zur Lieferung von dringend benötigten Energiegütern. Die Ukraine sei derzeit mit der schwersten Energiekrise seit Kriegsbeginn konfrontiert, hiess es zur Begründung. Zu Beginn des Jahres hatte das kriegsversehrte Land den Energienotstand ausgerufen.

Mit dem vom Bundesrat beschlossenen Hilfspaket werden 18 erdgasbetriebene Strommodule mit entsprechenden Zusatzgeräten und Verbrauchsmaterialien beschafft, geliefert und installiert. Damit kann in der Ukraine sofort nach der Installation Strom erzeugt werden, wie es in der Mitteilung hiess.

Im Weiteren liefern Schweizer Unternehmen bis zu achtzig Diesel-Generatoren. Ein Teil dieser Generatoren wird an das ukrainische Entwicklungsministerium geliefert, das sie nach Dringlichkeit einsetzen wird. Die erste Lieferung befindet sich in Vorbereitung und soll laut dem Bundesrat schnellstmöglich erfolgen.

Vier Schweizer Unternehmen

Nach Angaben des Wirtschaftsdepartements werden voraussichtlich vier Schweizer Unternehmen Material im Energiesektor in die Ukraine schicken. In den kommenden Tagen würden entsprechende Verträge abgeschlossen, hiess es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Bis zum Vertragsabschluss würden aus Gründen der Vertraulichkeit und des Geschäftsgeheimnisses keine Namen genannt.

Die für den Einkauf des Materials, den Transport und die Koordination benötigten Mittel von maximal 32 Millionen Franken stammen aus dem bestehenden Budget des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) im Rahmen des Länderprogramms Ukraine. Die Direktion für Entwicklungszusammenarbeit (Deza) ist für die organisatorische sowie logistische Umsetzung verantwortlich.

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