Orban schiesst heftig gegen die Ukraine
«Solange ist sie unser Feind»

Orban bezeichnet die Ukraine als «Feind», da sie Ungarns Abhängigkeit von Russland kritisiert. Der ungarische Premier steht vor heiklen Wahlen, bei denen er sich Gegenwind entgegengesetzt sieht.
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Orban und Putin verstehen sich gut.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Viktor Orban nennt Ukraine «Feind» wegen Streit um russische Energie
  • Ungarn bleibt unter Orban abhängig von russischen Energie-Lieferungen
  • Parlamentswahlen am 12. April: Orban hinter Peter Magyar in Umfragen
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Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban (62) hat die von Russland angegriffene Ukraine als «Feind» bezeichnet. «Die Ukrainer müssen damit aufhören, in Brüssel dauernd zu verlangen, dass Ungarn von der billigen russischen Energie abgeschnitten wird», sagte der Rechtspopulist in einer Wahlkampfrede in der westungarischen Stadt Szombathely. «Solange die Ukraine das tut, ist sie unser Feind», fügte er nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur MTI hinzu.

Orban gilt als engster Verbündeter des Kremlchefs Wladimir Putin (73) in der EU. Sein Land ist in hohem Masse von russischen Gas- und Erdöllieferungen abhängig. Anders als die anderen EU-Länder unternahm Ungarn unter Orban keine ernsthaften Anstrengungen, um sich aus der russischen Energieabhängigkeit zu lösen.

Am 12. April stehen in Ungarn Parlamentswahlen an. Erstmals in seiner 16-jährigen Amtszeit sieht sich Orban einem chancenreichen Herausforderer gegenüber. Der bürgerlich-konservative Peter Magyar, ein Renegat aus den eigenen Reihen, liegt mit seiner Tisza-Partei in den Meinungsumfragen seit mehr als einem Jahr deutlich vor Orbans Fidesz-Partei.

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