Darum gehts
- Viele Kantone stehen gut da, doch ab 2028 drohen Mehrkosten.
- Betroffen sind Gesundheit und Soziales.
- Leserumfrage: 41% würden soziale Hilfe kürzen, 27% Kultur und Sport.
Die Budgets für das Jahr 2027 zeigen: Der Mehrheit der Kantone geht es finanziell gut. Zug, Zürich und Bern rechnen mit einem Geldsegen. Viele andere Kantone sind gar nicht oder kaum im Minus. Nur in den Kantonen Genf, Waadt, Graubünden und Tessin sind die Finanzen tief im roten Bereich. Doch auch den anderen könnte bald ein finanzieller Sturm bevorstehen, sagt der oberste Schweizer Finanzdirektor Ernst Stocker (71, SVP) voraus.
Laut dem Zürcher Regierungsrat ist ab 2028 vor allem in den Bereichen Gesundheit und soziale Sicherheit mit Mehrkosten zu rechnen. Die Kantone müssen künftig nicht nur mehr Geld in die Prämienverbilligung investieren, auch an der Finanzierung ambulanter Leistungen im Gesundheitswesen müssen sie sich beteiligen. In unserer Community läuten bei diesen Aussichten die Alarmglocken. Für viele ist klar: Die Kantone müssen sparen!
Hier will die Community Sparmassnahmen sehen
Eine Leserumfrage mit über 2700 Teilnehmern zeigt, wo die Kantone gemäss der Community sparen sollen. Die Mehrheit von 41 Prozent würde im Bereich der sozialen Unterstützung sparen. Bei Kultur und Sport fordern ganze 27 Prozent Kürzungen.
Auch in anderen Bereichen sehen einige der Umfrageteilnehmer Sparpotenzial. Im öffentlichen Verkehr sind es 8 Prozent, in der Gesundheit 5 Prozent, in der Bildung 4 Prozent, in der Sicherheit 2 Prozent. Gerade mal 12 Prozent wollen gar keine Einsparungen und würden stattdessen höhere Steuern hinnehmen. Das spiegelt sich auch in den Kommentaren wider. Viele Leserinnen und Leser gehen mit den Kantonen ins Gericht.
«Die Politik geht nicht verantwortungsbewusst mit unserem Geld um!»
Viele aus der Leserschaft kritisieren, wie der Staat mit Steuergeldern umgeht. Peter Moser ist desillusioniert: «Mal wieder geben die Politiker mehr aus, als eingenommen wird. Statt zu sparen, verlangt der Staat von uns immer mehr Steuer- und Gebührenabgaben.» Thomas Ulrichsson rügt: «Die Politik geht nicht verantwortungsbewusst mit unserem Geld um!»
Martin Salander kritisiert zudem: «Den Kantonen droht gar nichts. Nur den Steuerzahlern drohen höhere Steuern und weitere Abgaben.» Alex Pietrino adressiert den Staat direkt: «Liebe Kantone, lernt endlich zu sparen und werft das Geld nicht zum Fenster raus!»
Nikola Stajkovic fragt sich: «Wird auch geprüft, wo unser Steuergeld versickert? Wer von den Bürgern verlangt, dass sie haushalten, muss das mit unseren Steuergeldern genauso tun.» Auch Ralf Neumann fordert: «Wir zahlen schon genug. Die sollen endlich am richtigen Ort sparen, dann reicht es locker für alle!»
«Sozial- und Gesundheitsbereich ist völlig aus dem Ruder gelaufen»
Auch in der Kommentarspalte gibt es klare Vorstellungen dazu, wo es zu Einsparungen kommen soll. Für Walter Grätzer sind genau die bevorstehenden Teuerungen das Problem: «Es wird immer offensichtlicher, dass der ganze Sozial- und Gesundheitsbereich in den letzten Jahrzehnten völlig aus dem Ruder gelaufen ist.» Damit steht er nicht alleine da.
Gustav Vonderweide schreibt etwa: «Wenn man die Belegung der Spitalbetten anschaut, wird offensichtlich, dass Gesundheitstourismus das Problem ist.» Auch Daniel Walser hebt hervor: «Wie viel Geld geht jedes Jahr für die kleinsten medizinischen Probleme drauf? Das System wird einfach von vielen ausgenutzt.»
Christoph Paul kritisiert primär die sozialen Ausgaben: «Das Problem mit der sozialen Hilfe ist, dass der Staat das Geld viel zu grosszügig verteilt.» Auch Daniel Walser schreibt: «Dieses Sponsoring des Sozialsystems durch Mittelstand und Familien muss aufhören!»