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Hitze und Trockenheit in der Schweiz – jetzt greift der Bundesrat ein
Bundesrat Rösti will Bauern mit Millionen unterstützen

Nach dem Hitzesommer verkündet Bundesrat Albert Rösti, welche Massnahmen der Bund künftig ergreifen will. Es ist das erste Mal, dass sich der Bundesrat offiziell zum Thema äussert. Blick berichtet ab 14.30 live aus Bern.
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Im Bundesrat zuständig für den Umgang mit dem Hitzesommer und dem Klimawandel: Umweltminister Albert Rösti.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Extremer Hitzesommer 2026 führte zu Dürre, Fischsterben und Ernteeinbussen in der Schweiz
  • Bundesrat senkte Futterzölle auf null, Armee lieferte Wasser in die Alpen
  • Für den Schutz des Waldes vor dem Klimawandel werden jährlich zusätzlich 17,5 Millionen zur Verfügung stehen
  • Landwirtschaftsbetriebe sollen 2026 einmalig 54 Millionen Franken an zusätzlichen zinslosen Krediten erhalten

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Simone SteinerBundeshausredaktorin
vor 2 Minuten

17,5 Millionen für Wald

Die 17,5 Millionen für Wald gehen auf die Motion Fässler zurück. Diese zielt auf die Waldverjüngung sowie die Sicherheit im Wald ab. In den letzten zwei Jahren flossen die Gelder vor allem in den Schutzwald. Mit der erneuten Sprechung dieser Gelder können diese Massnahmen weitergeführt werden.

vor 6 Minuten

Ältere Menschen haben besonders gelitten

Im Hitzesommer haben vor allem auch ältere Personen gelitten. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) wird dem Bundesrat darum Massnahmen vorlegen. Die konkreten Massnahmen müssen aber die Kantone umsetzen. Rösti denkt dabei etwa an den Einbau von Klimaanlagen in Spitälern und Altersheimen.

Weiter nimmt Rösti die Gemeinden und Städte in die Pflicht. Der Sechseläutenplatz in Zürich etwa sei ein grosser Betonplatz. Da müssten die Städte schauen, dass Bäume gepflanzt werden.

vor 9 Minuten

Rösti will mit klarer Botschaft an die Klimakonferenz

Rösti will mit klaren Worten an die Klimakonferenz reisen. Das habe er bereits in den letzten Jahren getan. Es nütze aber nichts, wenn die Schweiz vorausgehe und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit infrage stelle.

vor 13 Minuten

Umweltminister war im Hitzesommer in den Ferien

Die Journalisten in Bern haben nun die Gelegenheit Fragen zu stellen. Dabei geht es auch darum wie Bundesrat Rösti seinen Sommer verbracht hat. Dieser in den letzten Wochen in den Ferien. Er musste darum bei den Besprechungen der Arbeitsgruppe des Bafu nicht persönlich dabei sein, sagt er. Er sei aber laufend informiert worden. Er lobt die Zusammenarbeit seiner Ämter in den letzten Wochen.

vor 28 Minuten

Rösti: «Lage war und ist ernst»

Die zuständigen Departemente würden bis Ende Oktober prüfen, ob weitere Massnahmen zum Umgang mit Hitze und Trockenheit notwendig sind, so Rösti. Er betont, dass auch die langfristigen Massnahmen wichtig sind. Dazu gehöre eine nationale Wasserstrategie. Diese werde mit den Gemeinden und Kantonen erarbeitet.

Rösti betont zum Schluss, dass der Bund schon lange handle. Er unterstütze die Bevölkerung und Umwelt. Der Bund müsse sich längerfristig auf solche Hitzeperioden vorbereiten. «Die Lage war und ist ernst» schliesst Rösti.

vor 31 Minuten

Rösti: «54 Millionen für Landwirtschaft»

Rösti betont die angespannte Lage in der Landwirtschaft. Die beantragten 54 Millionen Franken sollen die Lage in Härtefällen abfedern. Es gehe darum, die Liquidität der Landwirtschaftsbetriebe sicherzustellen. Es seien Gelder, die die Bauernfamilien zurückzahlen müssten.

Foto: keystone-sda.ch
vor 34 Minuten

Rösti: «Gefährliche Situation im Wald»

Bundesrat Albert Rösti betont die schwierige Lage im Wald. Kurzfristig sei es wichtig, für die Sicherheit im Wald zu sorgen. Gefährlich sei derzeit, dass Äste abbrechen könnten. Der Umweltminister plädiert dabei auch für Eigenverantwortung. Weiter breite sich der Borkenkäfer derzeit aus. 

Mittelfristig sei eine Waldverjüngung nötig. Darum möchte der Bundesrat nun den Kredit für den Wald für 2027 um 17,5 Millionen Franken aufstocken. Wie hoch die Schäden wirklich sind könne man heute noch nicht sagen.

vor 44 Minuten

Landesversorgung-Delegierter: «Engpässe bei Benzin und Diesel»

Roland Pfister (49), Delegierter für wirtschaftliche Landesversorgung sagt, dass die Landesversorgung derzeit gewährleistet wird. Bei Benzin und Diesel sei die Lage angespannt, weil der Wasserpegel im Rhein tief sei. Darum seien die Transportkapazitäten eingeschränkt. Auch Reis und Speisöl könnte darum weniger transportiert werden. Die Lage wegen verstärkt wegen der Situation bei der Strasse von Hormus.

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Zudem sei die Lage bei den Futtermittel angespannt. Das BLW habe bereits Massnahmen ergriffen, um Mangel zu reduzieren.

vor 49 Minuten

BLW-Direktor Christian Hofer: «50 Prozent mehr Tiere geschlachtet»

Direktor des Bundesamts für Landwirtschaft Christian Hofer (54) hebt die Schwierigkeiten der Landwirtschaft hervor. Bei den Kartoffeln oder Zuckerrüben etwa werde es grosse Ernteeinbussen geben. Zudem sei das Tierfutter in mehreren europäischen Ländern knapp geworden. Im Juli wurden 50 Prozent mehr Tiere geschlachtet. Die Preise seien darum eingebrochen.

Foto: keystone-sda.ch

Massnahmen seien eingeleitet worden, um die Bauern zu unterstützen. Dazu gehörten zinslose Darlehen, wegfallende Importzölle auf Futter sowie Verbilligungen der Ernteversicherung. Zudem seien Mittel für klimaresistente Sorten erhöht worden.

vor 54 Minuten

Bafu-Direktorin Schneeberger: «Wasser geht nicht aus»

Die Direktorin des Bundesamts für Umwelt, Katrin Schneeberger (59) ergreift das Wort. Der Bund habe das Programm Adap+ initiiert, um Anpassungen an den Klimawandel zu lancieren. Wo die Trockenheit Spuren hinterlässt, etwa im Bereich der Biodiversität, könne man erst später sagen. Neben den Fischen habe insbesondere der Wald gelitten. Die Schweiz wolle für den Umgang mit dem Wasser besser mit den Nachbarländern zusammenarbeiten. Das Wasser gehe der Schweiz aber noch nicht aus.

Foto: keystone-sda.ch

Diesen Sommer fegte eine extreme Hitze über die Schweiz. Vielerorts bot sich ein Bild, das man bislang aus der Toskana kennt: goldbraune Hügel statt saftig grüner Weiden. Die Seen und Flüsse führten so wenig Wasser, dass Tausende Fische verendeten. Auch in den Wäldern verfärbten sich die Blätter vieler Bäume braun.

Nun äussert sich Umweltminister Albert Rösti (59, SVP) erstmals offiziell zum Thema. An einer Pressekonferenz in Bern will er darüber informieren, wie sich die Schweiz an den Klimawandel anpassen soll. Denn der Hitzesommer 2026 dürfte nicht der Letzte gewesen sein.

Bauern litten besonders

Besonders die Landwirtschaft litt in den letzten Monaten unter der Trockenheit. Weil die Weiden vertrockneten, wurde das Futter für die Tiere knapp. Viele Bauern mussten Kühe notschlachten. Aber auch beim Ackerbau drohen Ernteeinbussen – etwa bei Kartoffeln, Mais und Bohnen. Wegen der angespannten Lage ergriff der Bundesrat bereits Sofortmassnahmen. Die Futterzölle etwa wurden vorübergehend auf null gesetzt. Zudem flog die Armee Wasser in die Alpen. Die besondere Lage wurde jedoch nicht ausgerufen.

Als Umweltminister stand Rösti diesen Sommer unter besonderer Beobachtung. Im Juli warnte er bei SRF noch davor, ein Katastrophenszenario heraufzubeschwören. Das brachte ihm Kritik ein. Später machte er Schlagzeilen, weil er Gelder für den klimatauglichen Umbau der Wälder strich. Die Präsidentin der Grünen, Lisa Mazzone (38), warf Rösti Untätigkeit vor und forderte ihn wiederholt auf, das Umweltdepartement zu verlassen.

Nun wird Rösti aufzeigen, wie er mit der neuen Hitze-Herausforderung umgehen will. Neben dem Bundesrat nehmen auch Vizekanzlerin Nicole Lamon (55), Bafu-Direktorin Katrin Schneeberger (59), BLW-Direktor Christian Hofer (54) und Roland Pfister (49), Delegierter für wirtschaftliche Landesversorgung, an der Pressekonferenz teil.

Blick berichtet ab 14.30 Uhr live aus Bern.

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