«Habe mindestens fünf Apps»
Lade-Chaos bei E-Autos – Mitte-Politiker schlägt Alarm

Chaos an der Ladesäule: Apps, Abos und intransparente Preise sorgen für Frust bei E-Autofahrern. Jetzt fordert Nationalrat Andreas Meier hürdenfreies Spontanladen und transparente Preise – ein Schritt für die Akzeptanz der Elektromobilität, findet der Aargauer.
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Für das Laden von E-Autos braucht man derzeit verschiedene Apps, Karten oder Abos. Auch die Preise sind nicht immer ersichtlich.
Foto: Imago/Rene Traut

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mitte-Nationalrat Andreas Meier fordert hürdenfreies Laden und transparente Preise für E-Autos
  • Meier braucht für Bezahlung für eigenes E-Auto etwa fünf Apps
  • Zwei Motionen für einfache Bezahlung und Preisbekanntgabe eingereicht
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Patrick GerberRedaktor Politik

Im vergangenen Jahr war in der Schweiz bereits mehr als jeder fünfte neu zugelassene Personenwagen rein elektrisch unterwegs. Doch ausgerechnet das Laden bleibt für viele ein nerviger Kraftakt – diverse Apps, Karten oder Abos sind dafür notwendig und die Preise nicht immer transparent. Diesem Problem will nun Mitte-Nationalrat Andreas Meier (64, AG) Abhilfe schaffen. Er hat entsprechende Vorstösse im Bundeshaus eingereicht. Darin fordert er «hürdenfreies Spontanladen» und «transparente Preise an den Ladestationen» – auch mit Blick auf die Umwelt. 

Meier, selbst Besitzer eines E-Autos, kennt die Probleme aus eigener Hand. Es sei unverständlich, dass man an öffentlichen Ladesäulen oft noch immer in ein System aus Apps, Karten und Tarifmodellen gezwungen wird, sagt er gegenüber dem Online-Portal «Streetlife». Er brauche im Alltag «mindestens fünf verschiedene Lade-Apps». Zudem wisse man oft erst im Nachhinein, wie hoch die Rechnung wird. Dieses System sei nicht geeignet, um der breiten Bevölkerung den Umstieg auf die Elektromobilität schmackhaft zu machen, ist er sich sicher. 

Unnötige Hemmschwellen abbauen

Mit seinen zwei Motionen macht Meier nun ernst. Mit dem Vorstoss «Hürdenfreies Spontanladen ermöglichen» fordert er an sämtlichen öffentlich zugänglichen Ladepunkten Zahlungsmöglichkeiten ohne Abschluss eines Abonnements oder einer Registrierung. Stattdessen soll man bequem mit den «üblichen Bezahllösungen» – wie etwa Kreditkarten – zahlen können. Das sei entscheidend «für die Akzeptanz und den Hochlauf der Elektromobilität», schreibt er in der Motion. 

Mit einem zweiten Vorstoss fordert der Mitte-Nationalrat «transparente und vergleichbare Preise» an den Ladestationen. Heute bestünden «hohe Informationshürden», welche zu «Unsicherheiten beim Energiebezug» führten, sagt er. Die Preisbekanntgabepflicht für öffentlich zugängliche Schnellladestationen müsse auf Verordnungsebene verankert werden.

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