SVP-Ständerätin Esther Friedli (49) hat sich entschieden: Für die Nachfolge von Bundespräsident Guy Parmelin (66) stellt sie sich nicht zur Verfügung. «Es ehrt mich, dass man mich als Kandidatin in Betracht zieht. Doch ich kann mir nicht vorstellen, die Arbeit als Ständerätin bereits nach dreieinhalb Jahren wieder abzugeben», sagte die 49-jährige St. Galler SVP-Politikerin in einem Interview mit dem Nachrichtenportal «Toggenburg24». Friedli galt eigentlich als Favoritin der Deutschschweizer SVP.
Stattdessen will Friedli im Ständerat weiter die Interessen ihres Kantons vertreten und strebt im kommenden Jahr die Wiederwahl an. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit bleibe der Ausbau der Verkehrs-Infrastruktur in der Ostschweiz. Als Präsidentin der Verkehrskommission des Ständerats wolle sie sicherstellen, dass St. Gallen bei den zukünftigen Entscheidungen angemessen berücksichtigt wird.
Friedli will sich weiter für St. Gallen einsetzen
Neben der Politik ist Friedli auch Vollblut-Gastronomin: Gemeinsam mit ihrem Mann und Ex-SVP-Chef Toni Brunner (52) führt sie das «Haus der Freiheit» in Ebnat-Kappel. Dort bleibt sie in engem Kontakt mit den Menschen – für die Politikerin eine wertvolle Rückkopplung. «Ich würde mich freuen, wenn ich nochmals gewählt werde und ich mich dann weiterhin mit all meiner Kraft und Vehemenz für St. Gallen einsetzen darf», so Friedli gegenüber «Toggenburg24».
Die Entscheidung, nicht als Bundesrätin anzutreten, sieht sie deshalb als klares Bekenntnis zu ihren aktuellen Aufgaben. Wer Guy Parmelins Platz einnimmt? Da wünscht sich Friedli eine Führungspersönlichkeit mit Durchsetzungsvermögen.
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