Darum gehts
- Jacqueline Badrans Gesicht auf hochdosierten LSD-Filzen entdeckt, DIZ warnt öffentlich
- Filze enthalten 180 Mikrogramm LSD, mehr als doppelt so stark wie üblich
- Im Vorjahr lag Durchschnitt bei 80 Mikrogramm
Die Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Badran (64) ist auf LSD-Filzen gelandet. Ihr Gesicht prangt darauf, breit lächelnd. Doch die Drogen haben es in sich: Sie sind deutlich stärker dosiert als üblich, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.
Das Stadtzürcher Drogeninformationszentrum (DIZ) hat die Filze analysiert. Ergebnis: Sie enthalten 180 Mikrogramm LSD. Zum Vergleich: Bei den vom DIZ untersuchten Filzen waren es im vergangenen Jahr im Schnitt rund 80 Mikrogramm. Allerdings wird die Dosis beim Verkauf oft höher angegeben, als sie tatsächlich ist. Das kann Konsumentinnen und Konsumenten in falscher Sicherheit wiegen. «Die meisten Konsumierenden gehen aufgrund dieser Falschdeklarationen davon aus, wesentlich höhere Dosen zu konsumieren, als sie effektiv einnehmen», schreibt das DIZ.
«Ich könnte schwer damit leben, wenn in der Folge etwas Schlimmes passiert»
Die Behörde informierte Badran über die Analyse. Mit den LSD-Filzen habe sie nichts zu tun, stellt die SP-Politikerin gegenüber dem «Tages-Anzeiger» klar. Trotzdem ist sie besorgt. Sie will, dass die Warnung möglichst viele Menschen erreicht. «Ich könnte schwer damit leben, wenn in der Folge etwas Schlimmes passiert», sagt sie.
Das DIZ veröffentlichte deshalb am Freitagnachmittag eine öffentliche Warnung und machte auch auf Social Media auf die Filze aufmerksam. Die hohe Dosis könne «höchst intensive psychedelische Erlebnisse» auslösen. Diese könnten «verstörend und angsteinflössend» sein. Auch paranoide Vorstellungen und eine sogenannte «Körper-Geist-Trennung» seien möglich. Zudem könne eine Übersensibilität auftreten. «Musik, Licht und andere Reize können dabei als extrem unangenehm empfunden werden», so das DIZ weiter.