Dieser Schweizer Ort schlägt alle
Mehr Ausländer als Stimmbürger – und Schweizer Meister im Arbeiten

An keinem anderen Ort wird mehr gearbeitet als in Zermatt VS. Viele Arbeitskräfte kommen aus dem Ausland. Auch sonst sticht die Gemeinde heraus.
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Das Matterhorn zieht jedes Jahr Zehntausende Touristinnen und Touristen an.
Foto: Getty Images

Darum gehts

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  • Zermatt erzielte 2024 1,64 Millionen Logiernächte in 97 Betrieben
  • 47,27 Prozent der Einwohner sind Ausländer, viele aus Portugal
  • In keiner anderen Gemeinde wird mehr gearbeitet: Nettoerwerbsquote bei 89,9 Prozent
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Simone SteinerBundeshausredaktorin

Eldorado für Skifahrerinnen und Paradies für Wanderer: Zermatt VS zieht jedes Jahr Zehntausende Touristen an. 1,64 Millionen Logiernächte verzeichnete die Destination am Matterhorn im Jahr 2024. Die Gäste aus nah und fern wurden in 97 Betrieben untergebracht. Der Walliser Ferienort wird nur von Zürich mit 4,05 Millionen Logiernächten in 126 Hotels übertroffen. Das geht aus der neuesten «Statistik der Schweizer Städte» hervor. 

Um diese grosse Zahl an Feriengästen zu betreuen, ist Zermatt auf zahlreiche Arbeitskräfte angewiesen. Insgesamt arbeiten 49,8 Prozent der Angestellten in der Beherbergung und der Gastronomie. Doch die Personen aus der Gemeinde reichen bei weitem nicht aus – die Feriendestination holt darum eine grosse Menge an ausländischen Arbeitskräften ins Boot.

Mehr Ausländer als Stimmberechtigte

Der Ausländeranteil liegt in Zermatt bei 47,27 Prozent. Damit übersteigt die Zahl der Ausländer mit 2883 sogar die Zahl der Stimmberechtigten (2748). Mehr als ein Drittel der Personen ohne Schweizer Pass stammt aus Portugal (1102). Prominent vertreten sind auch italienische (449), deutsche (310) und spanische (105) Staatsangehörige.

Bemerkenswert ist auch die hohe Nettoerwerbsquote – sie misst den Anteil der erwerbstätigen Bevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren, die einer Beschäftigung nachgeht. Mit 89,9 Prozent ist die Feriendestination Spitzenreiterin. In keiner Stadt wird mehr gearbeitet als in Zermatt. In der Folge ist auch die Arbeitslosenquote mit 1,04 Prozent sehr tief.

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