Bis zu 7 Millionen!
So viel hinterlassen verstorbene Bürger den Kantonen

Immer wieder erben Kantone grosse Beträge von verstorbenen Bürgern. Einige verzeichnen dabei teilweise sogar Millionenbeträge – wie etwa Zürich, der Aargau und das Wallis. Andere gehen leer aus. Blick hat bei mehreren Kantonen nachgefragt.
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Kantone erben regelmässig grosse Geldbeträge von verstorbenen Bürgern.
Foto: IMAGO/Wolfilser

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Kanton Zürich erbte 2022 rund 7,7 Millionen Franken aus Nachlässen
  • Auch andere Kantone wie Aargau oder das Wallis erbten grosse Beträge
  • Vier Kantone, darunter Zug und Thurgau, erhielten 2022–2025 keine Erbschaften
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Patrick GerberRedaktor Politik

1,582 Millionen Franken – so viel erbten kürzlich der Kanton Aargau und die Gemeinde Bergdietikon AG. Das ist jedoch kein Einzelphänomen. Regelmässig erhalten Kantone in der Schweiz grosse Geldbeträge von verstorbenen Bürgern.

Schweizer Kantone erben dann Geld, wenn dies testamentarisch von einem Verstorbenen explizit so festgelegt ist oder wenn der Erblasser keine Erben hinterlässt. Im Folgenden wird nicht zwischen diesen beiden Formen unterschieden.

Die Beträge der Hinterlassenschaften, die die einzelnen Kantone erhalten, sind sehr unterschiedlich. Wichtige Faktoren sind dabei die Bevölkerungszahl und auch die kantonalen Regelungen. Blick hat bei einigen Kantonen nachgefragt.

Zürich

Das beeindruckendste Beispiel für hohe Erträge aus Erbschaften ist der Kanton Zürich. Im Jahr 2022 wurden dem Kanton rund 7,7 Millionen Franken hinterlassen – wobei 6,8 Millionen aus einer einzelnen Erbschaft stammten. In den Jahren 2023 bis 2025 lag die Summe aller Nachlässe immerhin noch zwischen 1 und 3,7 Millionen Franken.

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Aargau

Auch der Kanton Aargau erbte 2022 insgesamt einen Betrag von über einer Million. In den folgenden drei Jahren nahm man jeweils zwischen 186'000 und 615'000 Franken ein.

Wallis

Deutlich tiefer sind die Beträge im Wallis. Während man in den Jahren 2022 und 2023 leer ausging und auch 2024 nur ungefähr 8000 Franken verzeichnete, erreichte man im Jahre 2025 mit rund 1'280'000 Franken ebenfalls einen ansehnlichen Betrag – fast 800'000 aus einem einzelnen Fall.

Solothurn

Ein Auf und Ab erlebt auch der Kanton Solothurn. 2022 und 2025 wies man jeweils einen Ertrag von ungefähr einer halben Million Franken aus. Höchster Betrag einer einzelnen Erbschaft: 395'000 Franken. In den beiden Jahren dazwischen erhielt man jedoch keinen Nachlass eines verstorbenen Bürgers.

Basel-Landschaft und Schaffhausen

Trotz der deutlich grösseren Bevölkerungszahl erbte der Kanton Basel-Landschaft von 2022 bis 2025 ähnlich grosse Beträge von verstorbenen Bürgern wie der Kanton Schaffhausen. In beiden Kantonen lagen die Werte jeweils zwischen 15'000 und 324'000 Franken, wobei in Schaffhausen im Jahr 2024 der gesamte Ertrag mit 315'000 Franken auf eine einzelne Erbschaft zurückzuführen war.

Luzern

Konstant tief sind die Werte hingegen im Kanton Luzern. In der Zeitspanne erbte der Kanton nie mehr als 29'000 Schweizer Franken pro Jahr.

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Diese Kantone gingen leer aus

Vier der befragten 14 Kantone erhielten von 2022 bis 2025 keine Beträge aus Erbschaften. Zu ihnen zählen die Kantone Schwyz, Thurgau, Zug und St. Gallen. Andere Kantone, darunter Basel-Stadt, Graubünden und Bern, die von Blick zu ihren Einnahmen aus Erbschaften befragt wurden, können aufgrund unterschiedlicher Gründe nicht mit den anderen verglichen werden.

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