Neuer Mitte-Präsident
Philipp Matthias Bregy kriegt eine Kuh fürs Büro

Die Delegierten der Mitte wählen am Samstag in Bern ihren neuen Parteipräsidenten. Philipp Matthias Bregy soll die Nachfolge von Gerhard Pfister antreten. Erwartet wird am Anlass auch alt Bundesrätin Viola Amherd.
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Die Mitte-Partei trifft sich am Samstag, um Philipp Matthias Bregy als neuen Präsidenten zu wählen.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

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  • Philipp Matthias Bregy soll neuer Mitte-Parteipräsident werden. Seine Wahl gilt als Formsache
  • Viola Amherds Auftritt wird mit Spannung erwartet wegen Kampfflugzeug-Mehrkosten
  • Gerhard Pfister tritt nach gut neun Jahren als dienstältester Parteipräsident zurück
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Sophie ReinhardtRedaktorin Politik

Die Delegierten der Mitte treffen sich am Samstag in Bern, um ihren neuen Parteipräsidenten zu wählen. Der Walliser Nationalrat Philipp Matthias Bregy (46) soll die Nachfolge von Gerhard Pfister (62) antreten.

Bregys Wahl gilt als Formsache. Seit 2019 ist er Nationalrat, seit Mitte 2021 Fraktionschef der Mitte im Bundeshaus. Der Walliser ist von Beruf Rechtsanwalt und Vater zweier Kinder.

Was sagt Amherd?

Mit Spannung erwartet wird auch der angekündigte Auftritt von Viola Amherd (63). Es war in ihrer Amtszeit, als der Volksentscheid 2020 um die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge denkbar knapp ausfiel: 50.1 Prozent der Stimmbevölkerung sagten Ja. Im Abstimmungsbüchlein schrieb der Bundesrat zur Beschaffung neuer Kampfflugzeuge damals: «Dafür sind höchstens sechs Milliarden Franken vorgesehen.»

Nun musste Amherds Parteikollege und Nachfolger Martin Pfister (61) diese Woche vor den Medien ankündigen: Die Amerikaner verlangen 650 Millionen bis 1,35 Milliarden US-Dollar mehr.

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Höhere Kosten für F-35:Diese Politiker versicherten uns den Fixpreis

Viola Amherd wusste offenbar seit Sommer 2024 von diesen Mehrkosten, informierte den Gesamtbundesrat aber erst im Dezember des letzten Jahres. In der Öffentlichkeit und im Parlament war immer die Rede von einem Fixpreis, der vereinbart worden sei.

Seitdem diese möglichen Mehrkosten bekanntwurden, hielt sich die Walliserin Amherd still. Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» sagte sie lediglich: Sie würde auch heute noch mit Überzeugung ein amerikanisches Flugzeug beschaffen. Weitergehende Fragen beantwortete sie nicht. Umso spannender bleibt, ob sie heute am Anlass ihrer Partei auftaucht, wie im Programm angekündigt.

Platz für frische Kräfte

Pfister, der bisherige Mitte-Parteipräsident, legt das Amt nach gut neun Jahren nieder. Verabschiedet wird er von der früheren Mitte-Bundesrätin Doris Leuthard (62).

Nach der erfolgreichen Umsetzung der Strategie 2025 sei der Zeitpunkt gekommen, den Stab weiterzugeben, so Pfister bei der Ankündigung seines Rücktritts. Er wolle Platz machen für frische Kräfte und die nächste Generation. Gerhard Pfister ist der dienstälteste Parteipräsident in Bern.

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