Was war dein grösster Fehler als Direktorin?
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Abretende SRG-Chefin Wappler:Was war dein grösster Fehler als Direktorin?

SRF-Chefin Nathalie Wappler kommentiert Abstimmungssieg bei «Late Night Switzerland»
«Für diesen Rückhalt bin ich dankbar»

Bei «Late Night Switzerland» kommentierte SRF-Direktorin Nathalie Wappler das Resultat zur Abstimmung über die am gleichen Tag stattfindende SRG-Halbierungsinitiative. Auch Moderator Stefan Büsser hatte Grund zum Feiern: Er kam diese Woche heil aus Abu Dhabi zurück.
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Vergnügt wie selten: SRF-Direktorin Nathalie Wappler als Talkgast in «Late Night Switzerland» am Ende eines langen Abstimmungssonntags mit einem für sie guten Ausgang.
Foto: SRF/Gian Vaitl

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Nathalie Wappler freute sich in «Late Night Switzerland» über den Abstimmungssieg
  • Sie tritt Ende April 2026 nach sieben Jahren Amtszeit als SRF-Direktorin ab
  • Zur Frage, wer auf sie folgen könnte, nahm Wappler keine Stellung
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Jean-Claude GalliRedaktor People

Mit derart grosser Spannung wurde die SRF-Comedy-Show «Late Night Switzerland» vom Sonntagabend aus dem Zürcher Kaufleuten selten erwartet. Erstens ist Moderator Stefan Büsser (41) erst seit letztem Dienstag aus Abu Dhabi zurück, wo er wegen der Nahost-Krise unfreiwillig gestrandet war und zuerst eine Rückflugmöglichkeit finden musste.

Zweitens hiess der Talkgast diesmal Nathalie Wappler (58). Die Ende April 2026 abtretende SRF-Chefin erlebte aufgrund der Abstimmung zur SRG-Halbierungsinitiative in den letzten Wochen und bis am Sonntagmittag mit dem für sie erfreulichen Resultat diverse nervenaufreibende Momente.

Ein emotionaler Abend

Rasch war klar, dass diese Show-Ausgabe auch sehr emotional würde. Zwar scherzte Büsser zuerst über die beängstigende Stimmung im Emirat. Seinen Aufenthalt dort nannte er einen «unfreiwilligen Abenteuerurlaub.»

Bei dieser Moderation wird Büsser emotional
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Gestrandet in Abu Dhabi:Bei dieser Moderation wird Büsser emotional

Er zeigte einen Screenshot seines Handys mit dem erhaltenen Raketenalarm und erzählte, er habe sich dann längere Zeit auf dem WC versteckt und sei sich vorgekommen wie sein Hund am 1. August.

Besonders gegen Schluss der Sendung, als er sich an das Publikum im Saal und an den Bildschirmen wandte und darum bat, auch an jene zu denken, die ihre Meinung nicht demokratisch an der Urne kundtun könnten, sondern in Kriegsregionen lebten, war jedoch gut spürbar, dass ihn die Turbulenzen der letzten Tage immer noch stark beschäftigten.

Passend dazu interpretierte die Showband The Beatz die Friedenshymne «Imagine» von John Lennon.

Auch Nathalie Wappler zeigte mehr Gefühle als gewohnt. So entspannt und gut gelaunt hatte die SRF-Chefin zuletzt selten gewirkt. Nicht nur als Talkgast bei Büsser, sondern zuvor auch bei einem kurzen Interview, das Blick mit ihr führen konnte.

Dort und auch in der Sendung betonte sie, sich sehr darüber zu freuen, dass sich «die Bevölkerung für einen starken Service public mit einem Vollprogramm ausgesprochen hat, zu dem nicht nur Information, sondern eben auch Unterhaltung und Sport gehören. Es ist wirklich eine Erleichterung, einen solchen Rückhalt in der Bevölkerung zu spüren. Dafür bin ich dankbar.»

Zu ihrer Nachfolge sagte Wappler nichts

Zu ihrer Nachfolge könne sie nichts sagen, da sie nicht in die Suche involviert gewesen sei, sagte Wappler gegenüber Blick. Von der Meldung des Online-Magazins «Republik», das am Sonntagnachmittag vermeldete, Zattoo-CEO Roger Elsener (49) werde voraussichtlich neuer SRF-Chef, habe sie gehört, sie habe sich aber nicht damit befassen können. Einen Kommentar dazu gab sie nicht ab.

Sie betonte, die Talk-Fragen von Büsser nicht schon zu kennen und in der Sendung ganz spontan zu antworten. Dort liess sie sich zum Thema ihrer Nachfolge ebenfalls nichts entlocken. Und auch nicht darüber, welche Sendungen und Formate bei einer Annahme der Initiative allenfalls hätten gestrichen werden sollen. «Wir hätten an allen Ecken und Enden sparen müssen», sagte sie lediglich.

Und auf Büssers leicht provokative Frage, welches ihr grösster Fehlentscheid gewesen sei und warum es gerade die Absetzung des Gesellschaftsmagazins «G&G» gewesen sei, antwortete sie: «Kein Programmentscheid fällt einem leicht. Als uns der Teuerungsausgleich gestrichen wurde, mussten wir rasch Entscheide fällen. Und dies war einer der schwersten», blickte sie zurück.

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