Nicht nur das Dschungelcamp
Auch diese Reality-Formate sorgen für Aufsehen

Das Dschungelcamp ist längst nicht mehr das einzige Trash-Format, das für Aufregung sorgt. Schauen Sie rein – auf eigenes Risiko!
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Olivia Jones moderiert die Sendung «Das grosse Promibüssen».
Foto: ©PRO7-spoton_article_1079309.jpg

Darum gehts

  • Reality-TV boomt mit zahlreichen Formaten, oft exklusiv auf Streamingdiensten.
  • Promis meiden Trashshows wegen schlechter Reputation und Zweitklassigkeit.
  • Dschungelcamp bietet Top-Gagen, startet jährlich Ende Januar auf RTL.
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
Simone Reich
Tele

Es ist fast unmöglich, alle Reality- oder sagen wir lieber Trash-Shows aufzulisten, die es aktuell auf dem TV-Markt gibt. Im Wochentakt schiessen sie wie Giftpilze aus dem Boden und buhlen um Aufmerksamkeit. Viele von ihnen kann man schon vor der TV-Ausstrahlung auf den sendereigenen Streamingdiensten gucken (z. B. «Forsthaus Rampensau» auf joyn.ch). Das erhöht die Quote und befeuert die Diskussionen auf Instagram, Tiktok & Co. Andere Realityformate gibt es exklusiv auf Streamingdiensten, etwa «The 50» (Prime Video) oder «Love Is Blind» und «Too Hot To Handle» (beide Netflix). Es gäbe hier noch zig weitere Beispiele.

Viele Realitystars – vor allem solche, die mal wirklich prominent waren und nicht erst durch solche Shows bekannt wurden – legen grossen Wert darauf, noch nie in einem «Bumsformat» (äxgüsi, aber das nennt man so!) mitgemacht zu haben. Denn ein grosser Teil der aktuellen Trashformate sind Kuppel- oder eben Bumsshows und gelten in Reality-Kreisen als Formate zweiter Klasse. Eingedenk des zu Ende gehenden Dschungelcamps und zweier Shows, die in den Startlöchern sitzen, stellen wir hier sieben typische und doch unterschiedliche Exemplare aus der Trashwelt vor. 

Die Abwechlsungsreichste: «Kampf der Realitystars» RTL2

Foto: RTLZWEI - Luis Zeno Kuhn

Nirgends wird das Kandidatenkarussell so oft neu gedreht wie hier, denn insgesamt wollen 22 prominente Köpfe zum Realitystar des Jahres erkoren werden. Kaum wird einer der 14 Camper rausgeknallt, wird per Boot schon der nächste herangeschippert. Gehaust wird in der Sala – einem offenen Strandhaus in Thailand, es moderiert Arabella Kiesbauer.
Jeweils im April, dieses Jahr gibt’s eine All-Stars-Staffel.

Ein Artikel aus «Tele»

Das ist ein Beitrag aus «Tele». Das Fernsehmagazin der Schweiz taucht für dich nach den TV- und Streamingperlen.

Das ist ein Beitrag aus «Tele». Das Fernsehmagazin der Schweiz taucht für dich nach den TV- und Streamingperlen.

Die Verhängnisvollste: «Temptation Island» RTL

Foto: Getty Images

Bock auf Trennung? Dann ab auf die Insel der Versuchung! In jeder Staffel nehmen zig Paare teil, um sich vor laufenden Kameras einem Treuetest zu unterziehen. Dabei werden sowohl er als auch sie von Verführerinnen und Verführern in Versuchung gebracht. Bitter: Aleks Petrovic (34) nahm schon zweimal teil – und ging beide Male ohne Freundin wieder heim.
Jeweils im Frühling und Herbst.

Die Schadenfreudigste: «Das grosse Promibüssen» Pro7

Wer sich zuvor in den anderen Formaten danebenbenommen hat, bekommt bei der strengen Olivia Jones die Chance, seine Taten öffentlich zu bereuen und untertänigst Busse zu tun. Die Promis hausen in einem kargen Container, der in einer Kiesgrube steht. Bei Plumpsklo, Haferschleim und rationierten Kippen geht so mancher Trashstar auf dem Zahnfleisch.
Jeweils in der zweiten Jahreshälfte.

Die Neueste: «Der Promihof» RTL2

Foto: RTLZWEI, Constantin Entertainmen

Der neueste Wurf im Reality-Zirkus: Hier hausen die Promis weder im Dschungel noch auf einer Insel oder in den Bergen, sondern auf einem Bauernhof. Dort müssen sie Kühe, Esel, Ziegen und Hühner füttern und deren Gehege ausmisten. Der Jackpot von 100'000 Euro schrumpft bei jeder Flasche Sekt und jedem Zigipäckli, das sie sich genehmigen.
Staffel 1 lief von Oktober bis Dezember 2025.

Die Brutalste: «Das Sommerhaus der Stars – Kampf der Promipaare» RTL

Anspucken, rumschubsen, mobben – im Sommerhaus gab es schon alles. Wer die Show als Paar übersteht, kann sich glücklich schätzen. Hier gingen unzählige Beziehungen in die Brüche,und einige Reality-Figuren haben hier ihr Image komplett ruiniert. Allen voran Walentina Doronina (25), die mit Freund Can Kaplan (28) vorzeitig vom Sender rausgeschmissen wurde.
- Start: September.

Die Billigste: «Forsthaus Rampensau» Pro7

Weg mit dem Glitzerfummel, her mit dem Holzfällerhemd. Die deutsche Adaption des österreichischen Formats fällt durch ihre Schlichtheit auf. Die Promis leben in einer Berghütte, schlafen in Stockbetten und treten zu banalen Spielen an: oft Geschicklichkeitsspiele hinterm Haus oder dann Würfeln oder Mühlesteine-Stapeln.
3. Staffel ab Do., 12. 2., wurde auf joyn.ch bereits ausgestrahlt.

Die Erfolgreichste: «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» RTL

Von RTL in den australischen Dschungel eingeladen zu werden, ist der Reality-Ritterschlag. Schliesslich ist «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» einer der grössten Quotenknaller des Kölner Privatsenders. Auch die Gagen sind richtig hoch und steigen für besonders begehrte Camper locker auch mal in den sechsstelligen Bereich.
Startet jeweils Ende Januar.

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