Die deutsche Schauspielerin Ingrid van Bergen ist tot. Das berichtet unter anderem die deutsche «Bild». Offenbar wurde van Bergen tot von ihrer besten Freundin in ihrer Wohnung im Bundesland Niedersachsen aufgefunden. Sie stand der Schauspielerin in letzter Zeit eng zur Seite – vor allem, nachdem van Bergen erblindet war.
Van Bergen, geboren 1931 in Danzig, gehörte zu jenen Persönlichkeiten, die im deutschsprachigen Showbusiness unverwüstlich schienen. In den 1950er- und 60er-Jahren stieg sie zum Leinwandstar auf – oft spielte sie die eiskalte Verführerin oder mondäne Diva. Doch hinter der glitzernden Oberfläche steckte ein Leben, das härter und brüchiger war als die Rollen, die sie spielte.
Sie erschoss ihren Lebensgefährten im Affekt
Der Wendepunkt folgte 1977: Van Bergen erschoss ihren damaligen Lebensgefährten – eine Tat, die sie später als verzweifelten Affekt beschrieb. Das Gericht sah es ähnlich, verurteilte sie dennoch zu mehreren Jahren Haft. Für die Öffentlichkeit wurde sie zur Personifizierung einer toxischen Beziehung, zur Projektionsfläche für Schuld, Reue und die Frage, wie viel ein Mensch ertragen muss, bevor alles entgleist.
Nach ihrer Entlassung arbeitete sich van Bergen zurück ins Licht – Theater, Film, Fernsehen. Eine leise, aber unbeirrbare Beharrlichkeit prägt ihre späteren Jahre. 2009 holte sie sich in «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» die Dschungelkrone und zeigte einer neuen Generation, dass Altern keine Kapitulation bedeutet.