Raclette, Marathon und Ferien
So trotzen Baschi, Oesch und Fäh dem Herbstblues

Die Tage werden kürzer, am Abend wird es viel früher dunkel. Die Schweizer Prominenz hat viele Rezepte, um mit dem Herbstblues und der Zeitumstellung umzugehen.
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Ex-Miss-Schweiz Linda Fäh arbeitet am Zeitumstellungswochenende.
Foto: zVg

Darum gehts

  • Schweizer Prominente setzen gegen Herbstblues auf Sport, Natur, Licht und bewusste Pausen
  • Gemütliche Abende mit Kerzen, Tee, Spielen, Filmen, Raclette oder Fondue werden oft genannt
  • Die Zeitumstellung nehmen viele gelassen; einzelne würden sie gern abschaffen oder ignorieren

Silvia Affolter (62), Unternehmerin und Ex-Miss-Schweiz

«Im Winter helfen mir Sport, Vitamin D, Eisbaden und Sauna – im Grunde ein ziemlich aufwendiges Programm, nur um die dunkle Jahreszeit zu überlisten und die gute Laune zu behalten. Die Zeitumstellung ignoriere ich; wegen einer Stunde mache ich noch kein internationales Krisenmanagement. Und gegen den Herbstblues hilft sowieso das bewährte Schweizer Wellnessprogramm: mit Freunden Raclette oder Fondue essen und dazu ein, zwei oder – je nach Schwere des Blues – drei Gläser Weisswein geniessen. Spätestens dann ist es auch nicht mehr so wichtig, wie früh es draussen dunkel wird.»

Vitamin D, Eisbaden und Sauna: Silvia Affolters Rezept für die Herbstzeit.
Foto: (c) Alexandra Pauli

Christina Surer (52), Ex-Rennfahrerin und Event-Moderatorin

«Ich liebe Herbstspaziergänge mit meiner Hündin Livy durch den bunt gefärbten Wald. Wenn es draussen früh dunkel wird, zünde ich Kerzen an, die nach Weihnachten riechen, und trinke Schwarz- oder Kräutertee. Ich spiele mit den Kids Brettspiele, puzzeln ist auch hoch im Kurs. Oder wir kuscheln uns unter eine warme Decke und schauen gemeinsam einen schönen Film – solche Abende liebe ich! Für den Ausgleich brauche ich auch Bewegung: Beim Taekwondo powere ich mich aus, beim Joggen bekomme ich den Kopf frei und beim Reformer-Pilates trainiere ich Kraft und Balance. Auch genügend Schlaf und bewusste Pausen, damit ich fit und voller Energie bleibe, gehören für mich dazu.»

Christina Surer mag gemütliche Abende.
Foto: Thomas Meier

Claudio Minder (46), Co-CEO der Schuhmarke Kybun-Joya und Ex-Mister-Schweiz

«Während in der Schweiz die Uhren umgestellt werden, laufe ich dieses Wochenende in Grönland bei minus 15 Grad einen Marathon am Polarkreis – da bekommt der Begriff Winterblues eine ganz neue Bedeutung. Für mich ist das beste Rezept gegen die dunkle Jahreszeit, aktiv zu bleiben, raus in die Natur zu gehen und möglichst viele Sonnenstrahlen zu tanken. Die Zeitumstellung nehme ich ganz entspannt, eine Stunde mehr Schlaf ist doch ein Geschenk! Und wenn die Tage kürzer werden, suche ich mir bewusst Lichtblicke: Zeit mit meiner Familie, gute Freunde, Bewegung und immer wieder neue Abenteuer. Denn ich bin überzeugt: Wer mit Freude durchs Leben geht, findet auch in der dunkelsten Jahreszeit genügend Gründe zum Strahlen.»

Claudio Minder geht mit positivem Denken durch den Herbst.
Foto: keystone-sda.ch

Jenny Gerber (44), FDP-Gemeinderätin und Ex-Miss-Schweiz

«Am Morgen komme ich mit Feel-Good-Musik in die Gänge, abends geniesse ich Kerzenschein. Spaziergänge oder Sport draussen geben mir Energie, aber ich finde es auch gemütlich, drinnen mit einer Kuscheldecke und einem Tee zu lesen oder Spiele zu machen. Nach dem heissen und trockenen Sommer schätze ich die Herbsttage und auch den Regen. Er tut der Natur und dem tiefen Grundwasserspiegel gut. Würden wir darüber abstimmen, könnten wir die Zeitumstellung gerne wieder abschaffen.»

Jenny Gerber freut sich nach dem heissen Sommer auf kühlere Temperaturen.
Foto: zVg

Baschi (40), Sänger

«Ich gehe regelmässig ins Fitness. Die Bewegung hilft mir in dieser dunklen Jahreszeit noch mehr als im Sommer. Mit der Winterzeit gewinnen wir ja eine Stunde. Das heisst eine Stunde mehr mit meiner Familie im Bett liegen und schlafen. Hoffentlich macht das Lennon auch mit. Gegen den Blues hilft mir auch meine Tour. Die Konzerte kann ich jedem empfehlen: knapp zwei Stunden volle Power und Energie. Da ist jeder Blues wie weggeblasen!»

Baschi tourt die nächsten Wochen mit seinem neuen Album und füllt so die dunklen Abende.
Foto: Keystone

Melanie Oesch (38), Jodlerin

«In dieser dunklen Jahreszeit tut es mir gut, mit meinen Jungs raus an die frische Luft zu gehen und mich in der Natur zu bewegen. Ich höre die passende Musik, dekoriere im und ums Haus und geniesse einen feinen Tee oder eine selbst gemachte Kürbissuppe. Seit ich Kinder habe, weiss ich: Die innere Uhr lässt sich nicht einfach umstellen. Da hilft vor allem Gelassenheit, Humor und vielleicht eine zusätzliche Tasse Kaffee … Mein Rezept gegen den Blues: die kleinen Glücksmomente bewusst wahrnehmen, ein herzhaftes Lachen, eine schöne Begegnung, ein Spaziergang oder ein gutes Lied. Es braucht oft gar nicht viel, damit aus einem grauen Tag ein schöner wird.»

Melanie Oesch setzt auf selbst gemachte Kürbissuppe und Tee.
Foto: Remo Eisner Photographie

Linda Fäh (38), Schlagersängerin und Ex-Miss-Schweiz

«Den Herbstblues kenne ich eigentlich fast nicht, weil wir immer im Herbst in die Ferien gehen. In der restlichen Zeit will ich mit meinem Sohn Lio den Herbst entdecken. Wenn die ganzen Blätter von den Bäumen fallen, finde ich es unglaublich schön, sie zu sammeln und damit etwas zu basteln. Und was mir sonst in der dunklen Jahreszeit hilft, ist, eine kleine Kerze anzuzünden, schöne Musik zu hören und einen coolen Film zu schauen, wenn es schon früh dunkel ist. Der beste Hack zur Zeitumstellung ist bei mir arbeiten. Ich arbeite jetzt am Samstag, habe eine Moderation, die sowieso bis am Morgen um eins geht. Und dann habe ich noch eine Stunde mehr Zeit, um den Event ein wenig ausklingen zu lassen. Und lustigerweise schenke ich der Zeitumstellung nicht so viel Aufmerksamkeit. Ich versuche, gar nicht zu viel daran herumzustudieren. Eine Stunde macht für mich ohnehin nicht so viel aus.»

Linda Fäh hat kein Problem mit der Zeitumstellung.
Foto: zVg
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