Darum gehts
- 3000 Schweizer sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten wegen Raketenangriffen gestrandet, EDA informiert am 2. März
- Komiker Stefan Büsser erlebt Raketenangriffe und bleibt im Hotel
- Mindestens 3000 Schweizer betroffen, SRF plant Alternativen für Büssers Show
Infolge des Iran-Krieges ist der Luftraum über den Vereinigten Arabischen Emiraten gesperrt, es sitzen alleine in den VAE mindestens 3000 reisende Schweizerinnen und Schweizer fest, wie das EDA heute mitteilte. Einer davon ist der Komiker Stefan Büsser (40). Als die Lage im Nahen Osten eskalierte, habe er sich erst nichts dabei gedacht, da er nicht davon ausging, dass Abu Dhabi Kriegspartei sei. «Als dann die ersten Raketen über unseren Köpfen abgeschossen wurden, änderte sich das natürlich schlagartig», so Büsser zu Blick.
Die Lage sei «verhältnismässig ruhig», er werde vom Hotel laufend über Whatsapp informiert. Es sei allerdings «etwas surreal, wenn man Kinder im Pool planschen sieht und dahinter hört man Raketen explodieren». Dabei hört er die kriegerische Auseinandersetzung nicht nur, sondern spürt sie auch. «Die Druckwellen fahren einem schon ziemlich ein. Und wenn nachts der Alarm abgeht, bist du innert Sekunden auf den Beinen.»
SRF prüft «vorsorglich alternative Szenarien»
In einen Bunker muss er sich dann allerdings nicht begeben, sondern in einen fensterlosen Raum, was bei ihm das Badezimmer sei. Sein Hotel liege etwas ausserhalb der Stadt, «ausser Sanddünen gibt es hier nicht viel, wo man sich verstecken könnte». Ob er infolge der Angriffe je Angst um sein Leben hatte? «Bei den ersten Explosionen und wenn ein Raketen-Alarm abgeht, zuckst du schon zusammen und hast auch Angst. Aber man kapiert sehr schnell, dass das Militär hier scheinbar alles abfängt. Das gibt einem eine gewisse Ruhe. Und man entwickelt eine riesige Dankbarkeit, in einem sicheren Land wie der Schweiz leben zu dürfen.»
Wegen seines unfreiwillig verlängerten Aufenhaltes müsse er seine Auftritte in der ersten Märzwoche absagen, so Büsser auf Instagram. Am Sonntag sollte er eigentlich für seine Show «Late Night Switzerland» in Zürich im Studio stehen. Ob er es bis dahin wieder zurück in die Schweiz schaffen wird, ist aktuell allerdings unklar. Er stehe diesbezüglich mit SRF in engem Austausch und hoffe, dass er es rechtzeitig zurückschaffe. Derweil prüfe der TV-Sender «vorsorglich alternative Szenarien». Unklar ist auch, wo er seinen 41. Geburtstag am Mittwoch feiern wird: in Abu Dhabi, am Flughafen, im Flieger oder doch zu Hause in der Schweiz?