Bis 2029 muss die SRG auf Geheiss des Bundes rund 270 Millionen Franken einsparen. Nun legt das Medienhaus offen, wie die erste grosse Etappe von 80 Millionen Franken bis 2027 erreicht werden soll. Nachdem im September bereits Sparmassnahmen bei den Regionaleinheiten wie SRF, RTS und RSI angekündigt wurden, trifft es jetzt die zentralen Support- und Betriebsbereiche. Hier spart die SRG insgesamt 41 Millionen Franken ein – was zum Abbau von 202 Vollzeitstellen führt.
IT und Produktion massiv betroffen
Der grösste Brocken entfällt auf den Bereich Operationen, der die IT, Technologie und Produktion aller Sprachregionen bündelt. Dort streicht die SRG 30,7 Millionen Franken und 173 Vollzeitstellen. Weitere 10,7 Millionen Franken und 29 Stellen werden in Administration und Führung eingespart – darunter in den Abteilungen Human Resources, Finanzen, Kommunikation sowie im Stab.
Durch die Bündelung von Aufgaben auf SRG-weiter Ebene, eine gemeinsame Ressourcenplanung und die Harmonisierung der IT-Services sollen Doppelspurigkeiten verschwinden. Mit den Einsparungen im Hintergrund will die SRG den Abbau im eigentlichen publizistischen Angebot so gering wie möglich halten.
Insgesamt fast 290 Stellen weniger bis 2027
Für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es immerhin einen kleinen Lichtblick: Etwa die Hälfte der 202 Stellen im Betrieb und Support kann über natürliche Fluktuationen und reguläre Pensionierungen abgebaut werden. Kündigungen und Frühpensionierungen lassen sich laut der SRG jedoch nicht vermeiden. In diesen Fällen greife der Sozialplan.
Damit ist das erste Sparpaket bis 2027 komplett geschnürt. Insgesamt fallen in den kommenden drei Jahren bei der SRG zwischen 285 und 289 Vollzeitstellen weg. Wie die restlichen Einsparungen für die Jahre 2028 und 2029 ausgestaltet werden, will die SRG schrittweise im Rahmen der kommenden Finanzplanungen festlegen.