Darum gehts
- Kerstin Cook, Halb-Britin, kommentiert britische Monarchie und Skandal um Ex-Prinz Andrew
- Cook betont: «Niemand steht über dem Gesetz», fordert Konsequenzen für Royals
- Britische Monarchie: Junge Menschen erwarten mehr Transparenz, Skandale schaden nachhaltig
Die einstige Miss Schweiz Kerstin Cook (36) dürfte heute mit gemischten Gefühlen auf das Land blicken, aus dem ihre Eltern kommen. Die Halb-Britin hat schon häufiger geäussert, überzeugt hinter der britischen Monarchie zu stehen.
Doch der Skandal um den ehemaligen Prinz Andrew (66), sowie seine heutige Verhaftung und spätere Entlassung, dürften auch die grössten Unterstützer der Monarchie ins Wanken bringen.
«Niemand steht über dem Gesetz»
Kerstin Cook verfolgt die Ereignisse rund um den in Verruf geratenen Royal und seine Freundschaft zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) aufmerksam. Mit der Monarchie hält sie es jedoch weiterhin gut, wie sie «20 Minuten» verriet. «Unabhängig von Titeln oder Herkunft gilt für mich: Niemand steht über dem Gesetz. Sollte sich der Verdacht bestätigen, ist es richtig und notwendig, dass die Justiz eingreift», macht sie deutlich. Dies sei notwendig, damit die royalen Institutionen nicht ihre Glaubwürdigkeit verlieren.
Wie viele Briten, teilt auch Cook eine gewisse Faszination für die Monarchie und was sie repräsentiert, etwa Tradition und Beständigkeit. Das Königshaus gilt für viele Briten als wichtiger Teil der nationalen Identität. Allerdings räumt Cook ein: «Die Bewunderung endet dort, wo moralische Verantwortung beginnt. Für mich steht nicht die Krone im Mittelpunkt, sondern das Verhalten der Menschen, die sie tragen.»
«Skandale wie dieser verursachen Risse»
Cook sei der Meinung, dass das Ansehen der Königsfamilie und die Treue der Briten zu ihren Royals durch Andrews Skandal nachhaltigen Schaden nimmt: «Skandale wie dieser verursachen Risse und bleiben unvergessen. Viele Britinnen und Briten trennen heute stärker zwischen der Institution und einzelnen Personen.» Besonders junge Menschen erwarteten mehr Transparenz und Konsequenzen.
Bis jetzt stehe Cook weiterhin hinter der Monarchie; man könne diese nicht auf einzelne Personen – also schwarze Schafe wie Andrew – reduzieren. «Es gibt Royals wie Prinz William und Kate, die mit ihrem Engagement für mentale Gesundheit, Kinder, Bildung und soziale Themen zeigen, dass das Königshaus auch eine konstruktive und zeitgemässe Rolle spielen kann.»