Andrew Mountbatten-Windsor (66), einst gefeierter Kriegsheld und Mitglied des britischen Königshauses, ist in Polizeigewahrsam. Seine Verbindung zu Jeffrey Epstein (1953–2019), einem verurteilten Sexualstraftäter, und die Missbrauchsvorwürfe von Virginia Giuffre (†41) haben die Reputation der britischen Monarchie nachhaltig erschüttert. Ein BBC-Interview im November 2019, in dem er seine Beziehung zu Epstein zu erklären versuchte, führte zu einem öffentlichen Desaster.
Randy Andy und Beziehung zu «Fergie»
Den Spitznamen «Randy Andy» bekam Andrew schon in jungen Jahren, doch seine Fehltritte gingen weit über den Ruf eines Playboys hinaus. 1996, nach seiner Scheidung von Sarah «Fergie» Ferguson (66), blieb sie bei ihm in der Royal Lodge in Windsor wohnen.
Damals galt er als der interessantere Sohn von Queen Elizabeth II. (1926–2022) – vor allem im Vergleich zu seinem Bruder, dem heutigem König Charles III. (77), der durch seine Affäre mit Camilla Parker-Bowles (78) die öffentliche Sympathie verloren hatte.
Dubiose Verbindungen
2001 ernannte ihn die Queen zum «Special Representative for International Trade and Investment». Er nutzte die Rolle, um politisch umstrittene Beziehungen zu Herrscherfamilien im Mittleren Osten und Zentralasien aufzubauen. Sein neuer Spitzname: «Air Miles Andy». Auch britische Diplomaten äusserten Kritik an seinen Verbindungen zu Ländern wie Kasachstan und Libyen.
Ein seltsamer Hausverkauf
Besonders kontrovers wurde der Verkauf seines Hauses in Ascot im Jahr 2007. Der Käufer, Timur Kulibajew, Schwiegersohn des damaligen kasachischen Präsidenten, zahlte drei Millionen Pfund über dem Marktwert. Die Gründe dafür bleiben bis heute ungeklärt. Andrew reiste regelmässig nach Kasachstan, um britischen Unternehmen beim Geschäftseinstieg zu helfen.
«Seine hanswurstige Hoheit»
In diplomatischen Kreisen am Golf wurde Andrew als «HBH: His Buffoon Highness – Seine hanswurstige Hoheit» verspottet. US-Depeschen beschrieben ihn als «unhöflich» und «grossspurig». Diese Charakterisierungen unterstreichen seinen fragwürdigen Ruf, der ihn schliesslich 2011 seine Rolle als Sonderberater kostete. Ein Grund dafür war seine enge Verbindung zu Saif al-Islam Gaddafi (†53), dem Sohn des libyschen Diktators. Der als Playboy bekannte Gaddafi wurde nach dem Sturz seines Vaters zum Tode verurteilt und später begnadigt.
Der (Epstein-)Untergang
Das Jahr 2011 war auch entscheidend für Andrews Untergang. Seine Freundschaft mit Jeffrey Epstein geriet ins Rampenlicht, als ein Foto von ihm und der damals 17-jährigen Virginia Giuffre veröffentlicht wurde. Giuffre erhob schwere Missbrauchsvorwürfe gegen Andrew. Infolge der Vorwürfe musste Andrew alle Ehrentitel und royalen Schirmherrschaften zurückgeben und zog sich aus dem öffentlichen Leben zurück. Ende 2025 entzog ihm sein Bruder, König Charles III., den Prinzen-Titel.