Bei Frage zu Virginia Giuffre kommt Andrew ins Schwitzen
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BBC-Interview von 2019:Bei Frage zu Virginia Giuffre kommt Andrew ins Schwitzen

Er soll Epstein vertrauliche Infos weitergeleitet haben
Polizei nimmt Andrew Mountbatten-Windsor fest!

Der einstige Prinz Andrew wurde am Donnerstagmorgen wegen Verdachts auf Amtsmissbrauch verhaftet. Er soll sensible Informationen an den veruteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergegeben haben. Mountbatten-Windsor stritt jegliches Fehlverhalten stets ab.
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Am Donnerstagmorgen fahren mehrere zivile Polizeifahrtzeuge auf dem Sandringham-Estate ein.
Foto: DUKAS

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die britische Polizei untersucht Vorwürfe gegen Ex-Prinz Andrews Personenschützer
  • Schutzbeamte sollen Epsteins Insel zweimal besucht und kriminelles Verhalten ignoriert haben
  • Millionen Dokumente werden geprüft, Ermittlungen könnten noch Jahre andauern
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vor 3 Minuten

König Charles meldet sich zu Wort

Die BBC hat soeben eine Erklärung von König Charles III. zur Verhaftung seines Bruders erhalten. Sie lautet wie folgt: «Mit grosser Besorgnis habe ich die Nachrichten über Andrew Mountbatten-Windsor und den Verdacht auf Amtsmissbrauch zur Kenntnis genommen. Was nun folgt, ist ein vollständiger, fairer und ordnungsgemässer Prozess, in dem diese Angelegenheit in angemessener Weise und durch die zuständigen Behörden untersucht wird. Wie ich bereits gesagt habe, haben sie dabei unsere uneingeschränkte und uneingeschränkte Unterstützung und Zusammenarbeit. Lassen Sie mich klar sagen: Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen. Solange dieser Prozess andauert, wäre es nicht richtig, wenn ich mich weiter zu dieser Angelegenheit äussern würde. In der Zwischenzeit werden meine Familie und ich unsere Pflicht und unseren Dienst an Ihnen allen fortsetzen. Charles R.»

vor 23 Minuten

Virginia Giuffres Familie meldet sich zu Wort

Virginia Giuffre (†41) war eine der Hauptbelastungszeuginnen im Epstein-Komplex und erhob Vorwürfe gegen Andrew Mountbatten-Windsor. Sie behauptete, als Minderjährige zum Sex mit ihm gezwungen worden zu sein. Andrew bestritt die Vorwürfe und erklärte, sich nicht an ein Treffen mit ihr erinnern zu können. 2022 einigten sich beide Parteien aussergerichtlich auf einen Vergleich in Millionenhöhe, ohne dass Mountbatten-Windsor ein Fehlverhalten einräumte. Nach der Verhaftung von Mountbatten-Windsor hat sich nun ihre Familie zu Wort gemeldet:

«Endlich wurden unsere gebrochenen Herzen leichter gemacht durch die Nachricht, dass niemand über dem Gesetz steht – nicht einmal Mitglieder von Königshäusern. Im Namen unserer Schwester Virginia Roberts Giuffre sprechen wir unsere Dankbarkeit der Thames Valley Police aus für ihre Untersuchungen und die Verhaftung von Andrew Mountbatten-Windsor. Er war nie ein Prinz. Überlebende: Virginia hat das für euch getan!»

vor 33 Minuten

Wie lange wird Mountbatten-Windsor in Haft bleiben?

Nach Angaben von BBC Radio 5 Live erklärt Polizeikommentator Danny Shaw, dass Andrew Mountbatten-Windsor rechtlich höchstens 96 Stunden in Gewahrsam bleiben kann – dafür wären jedoch richterliche Genehmigungen nötig. Üblicherweise würden Verdächtige 12 bis 24 Stunden festgehalten und anschließend angeklagt oder bis zu weiteren Ermittlungen freigelassen. Eine Sonderbehandlung sei nicht vorgesehen. Andrew Mountbatten-Windsor werde wie jeder andere Verdächtige in einer einfachen Zelle mit lediglich «einem Bett und einer Toilette» untergebracht. 

vor 44 Minuten

Fotos vom Einsatz

Insgesamt sechs Fahrzeuge sollen am Donnerstagmorgen vor der Wood-Farm auf dem Sandringham-Estate vorgefahren sein. Auf vor Ort entstandenen Bildern sind mehrere dunkle SUVs zu erkennen. 

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Foto: DUKAS
vor 52 Minuten

Das Polizeistatement

Kurz nach dem Bekanntwerden des Polizeieinsatzes beim einstigen Prinzen gab die Thames Valley Polizei laut BBC folgendes Statement heraus: 

«Im Rahmen der Ermittlungen haben wir heute (19.2.) einen Mann in den Sechzigern aus Norfolk wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen und führen Durchsuchungen an Adressen in Berkshire und Norfolk durch. Der Mann befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam.

Gemäss den nationalen Richtlinien werden wir den Namen des Festgenommenen nicht bekannt geben. Bitte beachten Sie auch, dass dieser Fall derzeit aktiv ist und daher bei Veröffentlichungen Vorsicht geboten ist, um eine Missachtung des Gerichts zu vermeiden. 

Der stellvertretende Polizeichef Oliver Wright sagt: ‹Nach einer gründlichen Prüfung haben wir nun eine Untersuchung zu diesem Vorwurf des Amtsmissbrauchs eingeleitet. Es ist wichtig, dass wir die Integrität und Objektivität unserer Ermittlungen wahren, während wir gemeinsam mit unseren Partnern diesen mutmasslichen Straftatbestand untersuchen. Wir sind uns des grossen öffentlichen Interesses an diesem Fall bewusst und werden zu gegebener Zeit über den aktuellen Stand informieren.›»

Unter dem Statement folgt die Notiz, dass die Polizei nach britischem Recht, «bei einer Festnahme einen begründeten Verdacht auf eine Straftat haben» muss sowie «berechtigte Gründe für die Annahme, dass die Festnahme der betreffenden Person notwendig ist.»

12:04 Uhr

Verhaftung am 66. Geburtstag

Am Donnerstagmorgen sind vor dem aktuellen Wohnsitz von Andrew Mountbatten-Windsor in Norfolk mehrere zivile Polizeifahrzeuge gesehen worden. Der Grund war zunächst unklar, später wurde bekannt, dass der einstige Prinz mit Verdacht auf Amtsmissbrauch verhaftet wurde – an seinem 66. Geburtstag. 

Zu Beginn des Jahres wurden erste Berichte veröffentlicht, wonach Mountbatten-Windsor in seiner einstigen Rolle als britischer Handelsgesandter geheime Informationen an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergegeben haben soll. 

Ende des Livetickers

Vor dem aktuellen Wohnsitz Wood Farm von Andrew Mountbatten-Windsor (66) in Sandringham wurden heute Morgen gemäss britischen Medien sechs zivile Fahrzeuge der Polizei gesichtet. Während eines davon laut «Metro» vor den Eingang fuhr, begaben sich die anderen fünf Fahrzeuge hinter das Haus. Drei der Autos sollen nach einer halben Stunde das Anwesen wieder verlassen haben. Der genaue Grund für den Einsatz beim einstigen Prinzen, der heute Donnerstag seinen 66. Geburtstag feiert, war zunächst unklar. Kurz darauf berichtet die BBC, dass Mountbatten-Windsor wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen wurde. Zu Beginn des Jahres erschienen erstmals Berichte, wonach Mountbatten-Windsor dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in seiner Position als britischer Handelsgesandte geheime Informationen weitergegeben haben soll. 

Die Polizei erschien zeitgleich mit Aussagen von Premierminister Keir Starmer (63), dass «niemand über dem Gesetz» stehe, auch nicht Andrew Mountbatten-Windsor. Die Thames Valley Polizei gab in einem Statement folgendes bekannt: «Im Rahmen der Ermittlungen haben wir heute (19.2.) einen Mann in den Sechzigern aus Norfolk wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen und führen Durchsuchungen an Adressen in Berkshire und Norfolk durch. Der Mann befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam.» Den Namen des Verhafteten werden sie allerdings nicht preisgeben, so die Polizei weiter. Bei der Adresse in Berkshire dürfte es sich um die Royal Lodge handeln, in der Andrew Mountbatten-Windsor während mehrerer Jahrzehnten wohnhaft war.

Der stellvertretende Polizeichef Oliver Wright sagte gemäss BBC: «Nach einer gründlichen Prüfung haben wir nun eine Untersuchung zu diesem Vorwurf des Amtsmissbrauchs eingeleitet. Es ist wichtig, dass wir die Integrität und Objektivität unserer Ermittlungen wahren, während wir gemeinsam mit unseren Partnern diesen mutmasslichen Straftatbestand untersuchen. Wir sind uns des grossen öffentlichen Interesses an diesem Fall bewusst und werden zu gegebener Zeit über den aktuellen Stand informieren.»

Schwere Vorwürfe durch Ex-Beamten

Bereits zuvor berichtete die BBC, die britische Metropolitan Police habe «vorläufige Untersuchungen» eingeleitet, die das Verhalten ehemaliger Personenschützer des Ex-Prinzen betreffen. Hintergrund sind schwere Vorwürfe, wonach Beamte der Spezialeinheit Royalty and Specialist Protection (RaSP) bei Besuchen auf der Privatinsel des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (1953-2019) bewusst weggesehen haben könnten.

Auslöser der Untersuchung sind demnach Aussagen eines namentlich nicht genannten ehemaligen leitenden Met-Beamten gegenüber dem Sender LBC. Dieser behauptet: Mitglieder des Schutzteams könnten während der Besuche auf Epsteins Insel «Little St. James» vorsätzlich die Augen vor kriminellen Aktivitäten verschlossen haben.

Das Team soll Andrew mindestens zweimal auf die Insel begleitet haben, wobei einmal sogar Epsteins Privatjet genutzt wurde. Laut dem Informanten gab es um die Jahrtausendwende Bedenken, dass Leibwächter ihren Schutzbefohlenen zu nahe standen. Personal habe zudem «Angst» davor gehabt, bei Kritik herabgestuft zu werden.

Die Metropolitan Police betonte laut BBC in einer Stellungnahme, dass bisher «kein Fehlverhalten festgestellt» wurde. Die aktuellen Nachforschungen dienten dazu, die Faktenlage zu klären. Sollten sich konkrete Anhaltspunkte für Fehlverhalten ergeben, würde das Independent Office of Police Conduct (IOPC) eine weiterführende Untersuchung übernehmen.

Fall Epstein: Flächendeckende Ermittlungen in ganz Grossbritannien

Doch die Nachforschungen beschränken sich längst nicht mehr nur auf die Hauptstadt. In einem beispiellosen Vorgang prüfen Polizeikräfte in fast allen Teilen Grossbritanniens ihre Akten auf Verbindungen zum Epstein-Netzwerk. Die Met Police ermittelt zudem gegen den ehemaligen Minister Peter Mandelson wegen des Verdachts der Weitergabe von Marktwissen an Jeffrey Epstein. Die Thames Valley Police untersucht den Vorwurf, eine zweite Frau sei für Prinz Andrew nach Grossbritannien geschickt worden. Der einstige Prinz soll zudem junge Frauen in den Buckingham Palast geschleust haben, berichteten unter anderem britische Medien. Das Personal sei über das jahrelange vorgehen im Bilde gewesen.

Die Polizeibehörden in Essex, Bedfordshire und den West Midlands prüfen derzeit Flugprotokolle sowie die Nutzung der Flughäfen Stansted, Luton und Birmingham durch Jeffrey Epsteins Privatjet. Die Surrey Police geht parallel einem Vorwurf von Menschenhandel und sexuellem Übergriff aus den 1990er-Jahren nach. In Schottland wiederum sucht die Polizei nach möglichen Zeugen im Zusammenhang mit Epsteins Flügen über den Flughafen Edinburgh.

Angesichts von «Millionen von Dokumenten» und komplexen internationalen Rechtsfragen hat der Rat der Polizeichefs (NPCC) eine nationale Koordinierungsgruppe eingesetzt. Die Ermittler stehen vor der enormen Aufgabe, umfangreiches Material aus den USA auszuwerten und Zuständigkeiten über Ländergrenzen hinweg zu klären. Während Prinz Andrew weiterhin jedes Fehlverhalten bestreitet, gehen die Behörden davon aus, dass die Aufarbeitung dieses Geflechts aus Macht, Geld und Missbrauch noch Jahre dauern dürfte.

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