Nächste Pleite für unsere Nachbarn
Schweizerin trocknet in TV-Kochshow die Deutschen ab

Schweizerin Jasmin Rullo brilliert in der ZDF-«Küchenschlacht». Mit aufwendigen Gerichten überzeugt die Baslerin die Jury – und geht als grosse Favoritin ins Rennen um den Wochensieg.
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Rockt aktuell die ZDF-«Küchenschlacht»: Schweizerin Jasmin Rullo.
Foto: Norman Kalle

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jasmin Rullo aus Marolta TI begeistert in ZDF-Kochshow «Küchenschlacht»
  • Mit aufwendigen Gerichten schlägt sie deutsche Konkurrenz, gewinnt Tagessieg
  • 41-Jährige plant dreierlei Ravioli am Mittwoch, Sendung um 14.15 Uhr
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Fynn MüllerPeople-Redaktor

In Deutschland wischt man nach dem WM-Ausscheiden gegen Paraguay im Sechzehntelfinal die Tränen weg. Der Frust im ganzen Land sitzt tief. Presse und Experten hauen auf die DFB-Stars und Trainer Julian Nagelsmann ein. In der TV-Kochshow könnte die nächste Pleite folgen – natürlich mit einem Augenzwinkern betrachtet.

Die «Küchenschlacht» gehört für viele TV-Zuschauer zum festen Wochenprogramm. Täglich ab 14.15 Uhr flimmert die ZDF-Kochshow unter der Woche über die Bildschirme. Am Freitag wird jeweils ein Wochensieger gekürt, der sich für die Champions Week und damit für den Kampf um den Einzug ins grosse Jahresfinale qualifiziert.

Diese Woche steht mit Jasmin Rullo (41) eine Schweizerin im Kandidatenfeld. Nach den ersten beiden Sendungen ist klar: Mit der Sales Account Managerin aus Marolta TI ist zu rechnen. Rullo begeistert die Jury mit beeindruckendem Handwerk und hängt die deutsche Konkurrenz gleich mehrfach ab.

Zum Auftakt serviert die Baslerin Kartoffelrösti, Hühnerleber, sahnige Pilze, Schalotten-Balsamico-Sauce, Brokkoli und einen Gurkensalat. Auf die Frage, warum sie sich gleich so viel vorgenommen habe, antwortet sie trocken: «Ich liebe dieses Gericht.»

Viel Lob von der Jury

Juror Thomas Martin (59) ist beeindruckt. Zwar wirke der Teller «auf den ersten Blick etwas viel», doch sein Fazit fällt deutlich aus: «Alles auf dem Teller, Respekt.» Besonders die Hühnerleber trifft genau den Geschmack des Spitzenkochs. «Perfekte Garstufe bei der Leber», lobt Martin. Auch die Pilze seien «richtig gut geworden, aromatisch». Insgesamt mache der Teller «Freude».

Am zweiten Tag legt die Baslerin noch einen drauf. Es gibt Kabeljaufilet mit Kartoffelschuppen, Safran-Beurre-blanc, Erbsenpüree, Kräuter-Mayonnaise und Rote-Beete-Perlen. Moderator Alexander Kumptner (43) staunt über den Schwierigkeitsgrad. «Riesenrespekt! Das in 35 Minuten zu kochen, ist schon ein Brett», meint der Österreicher und ergänzt: «Wenn das machbar ist, ist das schon Champions League.»

Gesagt, getan. Rullo serviert ihren fertigen Teller und beweist Nervenstärke. Gastjurorin in der zweiten Sendung ist keine Geringere als die Schweizer Star-Köchin Meta Hiltebrand (43). Die Zürcherin ist ganz aus dem Häuschen. Obwohl sie nicht weiss, wer welches Gericht gekocht hat, belohnt sie ihre Landsfrau mit dem Tagessieg. «Schönes Handwerk, wahnsinniger Aufwand», schwärmt Hiltebrand.

Das sagt die Schweizerin

Als Blick Jasmin Rullo nach der zweiten Folge am Telefon erreicht, ist sie immer noch entzückt über den bisherigen Verlauf. «Ich wollte die Schweiz würdig vertreten», sagt sie. «Wir haben bei uns leider nicht viele Kochsendungen. Deshalb wollte ich diese Challenge in Deutschland unbedingt annehmen.»

Geboren ist die Hobbyköchin in Basel, seit 14 Jahren wohnt sie im Tessin. «Ich bin der Arbeit und der Liebe wegen ins Tessin gezogen», erzählt Rullo. In Marolta TI lebt sie mit ihrem Partner und ihren zwei geretteten Hunden.

Die Leidenschaft fürs Kochen begleitet sie schon seit ihrer Kindheit. «Wir waren sechs Kinder zu Hause. Ich habe mich schon früh fürs Kochen interessiert und zuerst für die Familie gekocht. Daraus ist mit der Zeit eine richtige Leidenschaft geworden.»

Dass sie bei ihrer Menüwahl lieber volles Risiko geht, überrascht deshalb kaum. Vor allem das aufwendige Fischgericht am zweiten Tag sorgte für Staunen. «Ich habe mir bewusst gesagt: Einfach kann jeder. Ich wollte auf Risiko gehen.»

Landsfrau als Jurorin

Für einen besonderen Moment sorgte der Auftritt von Gastjurorin Meta Hiltebrand. Erst kurz vor der Bewertung erfahren die Kandidaten jeweils, wer die Gerichte beurteilt. «Ich hatte Schnappatmung, als ich erfahren habe, dass Meta kommt», erzählt Rullo. Umso mehr freut es sie, dass Hiltebrand ihr Gericht blind so gut bewertete. «Dass genau sie mich so gelobt hat, war wahnsinnig.»

Auch das Echo aus ihrem Umfeld sei gross. «Meine Familie und meine Freunde sind wahnsinnig stolz. Sie kennen meine Gerichte. Mich jetzt im Fernsehen zu sehen, ist für sie etwas ganz Besonderes.» Seit der Ausstrahlung füllt sich ihr Instagram-Postfach. «Es trudeln immer mehr Nachrichten rein. Auch Kollegen, die gar nicht wussten, dass ich mitmache, haben mir geschrieben, wie cool sie das finden.»

Rullo war schon bei «The Taste»

Ganz neu ist das Fernsehen für Rullo nicht. Im vergangenen Jahr war sie bei der Kochshow «The Taste» zu sehen. Jetzt will sie mehr. «Ich würde sehr gerne wieder bei einer Sendung mitmachen. ‹Das grosse Backen› wäre auch mega, denn ich backe sehr gerne. Aber ich wäre genauso bereit für eine Schweizer Kochsendung.»

Am Mittwoch wartet die nächste Mammutaufgabe auf die Tessinerin. Auf dem Menü stehen dreierlei Ravioli – mit drei verschiedenen Füllungen, drei Toppings und drei Saucen. Nach ihrem Traumstart dürfte die Konkurrenz gewarnt sein.

Die dritte Folge der «Küchenschlacht» mit der Schweizerin läuft am Mittwoch um 14.15 Uhr auf ZDF.

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