Moderatorin, Autorin, Künstlerin
Schweizer TV-Star Anna Maier geht ihren ganz eigenen Weg

Dass Anna Maier ihren Job bei der «Morgenshow» von Vintage Radio noch in der Probezeit gekündigt hat, kam überraschend. Doch ein Blick auf die lange Karriere der Moderatorin zeigt: Die dreifache Mutter ist immer ihren ganz eigenen Weg gegangen.
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Anna Maier kann auf 30 Jahre erfolgreiche Karriere im Journalismus zurückblicken.
Foto: Nicole Boekhaus

Darum gehts

  • Anna Maier beendet Job bei Vintage Radio nach kurzer Zeit
  • Moderatorin hat Umbruchphase durchgemacht
  • Maier blickt auf 30 Jahre Karriere und drei Kinder zurück
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Nach wenigen Monaten ist Schluss: Anna Maier (48) kündigt ihren Job als Morgenmoderatorin bei Vintage Radio noch während der Probezeit. Der Grund: Sie konnte sich nicht ans frühe Aufstehen gewöhnen. Aus der Nachteule sei trotz viel gutem Willen keine Lerche geworden.

Die «Morgenshow» sollte also nur eine kurze Station im Berufsweg der 48-Jährigen werden. Maier kann auf rund 30 Jahre Karriere zurückblicken, während der sie sich in verschiedensten Bereichen ausprobierte – sowie auf ein ähnlich bewegtes Privatleben. 

Vom Unispital auf die grosse Bühne

Zum Journalismus fand Maier früh. Als sie im Kinderspital eine kaufmännische Lehre machte, moderierte sie erste Sendungen im «Radio Unispital», dem Haussender des Unispitals Zürich. In den 90er-Jahren bekam sie dann eine Stelle beim Zürcher Lokalsender Radio 24. Anschliessend war sie als Nachrichten- und Talk-Moderatorin mitunter beim Privatsender Tele24 tätig.

2004 wagte Maier den Sprung in die Unterhaltungsbranche. Sie präsentierte etwa das SRF-Reiseformat «einfach/luxuriös»; 2006 bekam sie mit «Eiger, Mönch und Maier» ihre eigene Quizshow. Dem Radio blieb Maier treu: In verschiedensten SRF-Formaten war sie lange Jahre als Moderatorin und Produzentin tätig.

2016 kam es dann zu einem Umbruch: Sie verliess SRF. Im selben Jahr erfolgte auch die Scheidung von Ehemann Urs Bruggisser (59), mit dem sie Tochter Julie Monisha (14) und Sohn Nio Flynn (12) teilt. Ihre Tochter Lena Anusha (23), hatte sie aus ihrer ersten Ehe mit Radiomoderator Marc Jäggi mitgebracht. 

«Ich wollte herausfinden, ob ich mir selbst genüge»

2016 markierte also einen Bruch in Maiers Privat- und Berufsleben. Nach einem Bandscheibenvorfall legte sie eine Karrierepause ein. «Ich beschloss, meiner Gesundheit den Vorrang zu geben», erzählt sie der «Schweizer Illustrierten» damals. «Ich begab mich in eine bewusste Auszeit mit meinen Kindern auf Mallorca.»

Maier wollte sich neu erfinden. «Ich wurde im Rampenlicht erwachsen», erklärt sie. Die Öffentlichkeit wurde ihr zu viel. «Als ich diesen Job nicht mehr hatte, wollte ich herausfinden, ob ich mir selbst genüge.» Mallorca sollte ihr Schicksal verändern: Dort traf sie ihren jetzigen Ehemann. «Er lernte mich pur kennen und lieben, ohne Glanz und Glamour. Dass ich nichts darstellen muss, war ein befreiendes Gefühl.» Den Druck, Erwartungen zu entsprechen, spürte sie schon als Kind. Nach dem Suizid ihrer Mutter wollte sie für ihre Familie keine Belastung sein. 

Sie wagte den Neustart

Maier und ihr Partner leben als glückliche Patchwork-Familie. 2021 kehrt sie dann vor die Kamera zurück: Sie moderiert die zweite Staffel von «The Masked Singer Switzerland». Im selben Jahr fängt sie mit dem Malen an und eröffnet ein Kunstatelier in Zürich. Ausserdem erscheint ihr Buch «Sei du der Pilot deines Lebens». Es soll Menschen in Umbruchzeiten Mut machen – und ist stark von ihrem eigenen Leben inspiriert: «Solche Phasen haben etwas Positives. Man löst sich von Altlasten und entscheidet sich bewusst für einen anderen Weg.»

2025 kam dann die Hochzeit mit dem Mann, dessen Namen sie bis heute nicht verrät. Wenig später wurde bekannt, dass Maier zusammen mit Melanie Winiger (46) und Joel Grolimund (34) die «Morgenshow» bei Vintage Radio moderieren würde. Dieser Abschnitt fand bekanntlich ein schnelles Ende. Bleibt abzuwarten, wohin es Maier als Nächstes verschlägt. Die Vergangenheit zeigt: Stillstand ist für die dreifache Mutter keine Option. 

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