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Miss Universe sucht neue Kandidatinnen:Bahnt sich der nächste Skandal an?

Neue Vorwürfe gegen Miss Universe Switzerland
Naima Acosta packt aus und Chefin schlägt zurück

Naima Acosta, die Miss Universe Switzerland des letzten Jahres, fühlt sich von der Organisation im Stich gelassen. Stimmt nicht, wettert die Chefin. Daher sei sie Ende September auch nicht dazu eingeladen worden, ihre Nachfolgerin zu küren.
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Naima Acosta, Miss Universe Switzerland 2025, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Organisation.
Foto: Bild: Reto Turotti (szenemagazin

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Naima Acosta rechnet mit der Miss-Universe-Switzerland-Organisation ab
  • Kritisiert wird von der Tessiner Siegerin von 2025 die fehlende Unterstützung
  • Organisations-Chefin Lina Poffet wirft ihr mangelnde Eigeninitiative vor
Flavia Schlittler Ringier Verlag
Flavia SchlittlerRoyal- und People-Expertin

Ihre Zähne sollen vor der internationalen Miss-Universe-Wahl in Thailand möglichst gerade aussehen. Ein Sponsor bietet der Schweizer Siegerin Naima Acosta (21) eine Behandlung an. Doch Acosta kommt zu spät. Ein neuer Termin wird nicht vereinbart. Die Behandlung findet nie statt.

Die Episode steht für den Konflikt zwischen der Miss Universe Switzerland 2025 und Organisationschefin Lina Poffet (52). Inzwischen erheben beide Seiten Vorwürfe.

Sie sollte selber Sponsoren finden

Am vergangenen Samstag wird im Kursaal Bern die Genferin Itiya Dube (27) zur neuen Miss Universe Switzerland gekrönt. Ihre Vorgängerin Naima Acosta fehlt. Schon ein Jahr zuvor war die damalige Titelträgerin Laura Bircher (25) kurzfristig vor der Wahlnacht ausgeladen worden.

Für Acosta beginnen die Probleme kurz nach ihrem Sieg. Nach ihrer Rückkehr vom Weltfinale in Thailand im November habe ihr die Organisation geraten, sich bis Januar auszuruhen. Für Acosta kommt die Pause im falschen Moment: «Ich bin gerade vom Weltfinale zurückgekehrt und hatte das Gefühl, dass jetzt der richtige Zeitpunkt wäre, um auf diesem Schwung aufzubauen.»

Trotz ihrer Zweifel habe sie der Organisation vertraut. «Damals dachte ich: ‹Ich bin neu in dieser Welt, vielleicht wissen sie es einfach besser.›» Danach habe sie über die Organisation kaum noch gearbeitet. Zudem sei von ihr erwartet worden, selbst Veranstaltungen und Sponsoren zu finden.

Poffet widerspricht. Sie habe Acosta eingeladen, gemeinsam Sponsoren zu suchen und Veranstaltungen zu besuchen. Auch zu den Fashion Weeks in New York und Mailand habe sie die Miss mitgenommen. «Ich glaube, dass Naima viele Dinge hätte erreichen können, wenn sie sich stärker auf ihr eigenes Abenteuer eingelassen hätte. Auch wir wollten, dass sie Erfolg hat.»

Streit ums Geld

Auch bei den Finanzen gehen die Darstellungen auseinander. Acosta sagt: «Ich musste viele Kosten selbst tragen, da es weder ein Gehalt noch eine regelmässige finanzielle Unterstützung gab.» Von Sponsoren habe sie nur Sachgeschenke erhalten. Das hätte aus ihrer Sicht von Anfang an klar sein müssen.

Poffet verweist auf den Vertrag, in dem festgelegt sei, welche Kosten die Organisation übernimmt. Die einwöchige Vorbereitung werde vollständig bezahlt – inklusive Hotel, Vollpension, Kleidung, Make-up, Fotografen, Designern und Laufsteg-Meisterklassen.

Poffet sieht ein grundsätzliches Missverständnis. «Leider haben viele den Eindruck, dass, sobald sie den nationalen Titel gewonnen haben und die Möglichkeit hatten, am internationalen Wettbewerb teilzunehmen, das Geld einfach so hereinkommt und sie zu Topmodels werden, ohne etwas dafür tun zu müssen.»

Ihre Vorstellung einer Miss ist klar: «Miss zu werden und Miss zu sein, bedeutet viel Arbeit und Engagement.» Und: «Es geht nicht nur um Schönheit, sondern auch um Intelligenz im Umgang mit dem Leben. Jede Frau kann viel erreichen, wenn sie es wirklich will.»

Acosta sieht ihre Rolle anders. Als Neue in der Branche habe sie mehr Führung erwartet: «Ich war neu in der Branche und hatte eine gewisse Unterstützung erwartet, insbesondere nachdem ich die Schweiz auf internationaler Ebene vertreten hatte.»

Zwei Vorstellungen vom Titel

Warum Acosta am 26. September nicht beim Finale dabei war, weiss sie nach eigenen Angaben nicht. Poffet begründet den Ausschluss mit «mangelnder Kooperation während unserer gesamten Zusammenarbeit».

«Ich habe ihr den Titel nicht entzogen, obwohl ich dies bei einem Vertragsbruch hätte tun können, und ich erlaubte ihr sogar, ihre Amtszeit zu beenden. Aber ich lade sie nicht mehr zu Veranstaltungen oder zu meinen öffentlichen Auftritten ein.»

Am Ende stehen sich zwei Vorstellungen gegenüber: Acosta sagt, sie habe nach ihrem Sieg Unterstützung und Führung erwartet. Poffet sagt, eine Gewinnerin müsse selbst Verantwortung übernehmen und Chancen nutzen. «Ich möchte nur eines: Frauen auf der ganzen Welt unterstützen und ihnen dabei helfen, ihre Träume zu verwirklichen.»

Was nun bleibt, ist eine Miss. Zwei Versionen. Und jede Menge Missverständnisse.

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