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Interview in Bad Ragaz 2024:Prinzessin Märtha Louise über ihre Spiritualität

Hier können Könige und Prinzessinnen einfach Mensch sein
Royals lieben die Schweiz

In der Schweiz finden Royals Trost, blühen auf, verkünden ihre neue Liebe und halten historische Reden.
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Der britische Kronprinz William und Gattin Prinzessin Kate sind Schweiz-Fans.
Foto: IMAGO/Spotlight Royal

Darum gehts

  • Queen Elizabeth II. lobte 1980 im Bundeshaus die Schweiz als Vorbild für Frieden und Freiheit
  • Königin Sonja suchte nach Haralds Tod in Graubünden Trost, Märtha Louise war in Bad Ragaz SG
  • Charles, Schwedens Königspaar und Albert von Monaco schätzen Schweizer Berge und Diskretion
Flavia Schlittler Ringier Verlag
Flavia SchlittlerRoyal- und People-Expertin

Ende April 1980 besuchte die damals 54-jährige Queen Elizabeth II. die Schweiz im Rahmen ihres ersten offiziellen Staatsbesuchs. Vier Tage lang reiste sie mit ihrem Gatten Prinz Philip durchs Land. Im Bundeshaus in Bern sagte sie in ihrer Rede: «Die Schweiz ist ein Vorbild für den Frieden.» Dabei betonte sie, wie wichtig es sei, die Freiheit des Einzelnen in einer komplexen modernen Welt zu bewahren.

Vor wenigen Tagen sorgte Königin Sonja (89) von Norwegen für Schlagzeilen. Rund zwei Monate nach dem Tod ihres Mannes, König Harald V. († 89), suchte sie Trost und tankte neue Energie in den Bündner Bergen. Mit zwei ihrer besten Freundinnen logierte sie in einem Hotel oberhalb von Savognin GR.

Liebe die Berge und Natur

«Sie kam als anderer Mensch zurück, als sie gegangen ist», heisst es aus Palastkreisen. Das norwegische People-Magazin «Se og Hør» widmete ihrer geheimen Reise in die Berge letzte Woche die Titelseite.

Ihre Tochter, Prinzessin Märtha Louise (55), zog es im Mai 2024 ins Grand Resort Bad Ragaz SG. Dort hielt sie spirituelle Referate, um persönlich und beruflich erfüllter zu sein. «Ich liebe eure Berge, ich liebe eure Natur», sagte Märtha Louise, die die Blick-Autorin am Empfang abholte und später mit einer herzlichen Umarmung verabschiedete.

Bodyguards, Sicherheitskontrolle, Blick in die Handtasche? Weit gefehlt. In der Schweiz fühlen sich Stars und Royals nicht nur sicher, sie wissen, dass es keine ausgeprägte Paparazzi-Mentalität gibt. Eine typische Schweizer Eigenschaft ist, sich nicht anmerken zu lassen, dass man weiss: Die Frau an der Kasse ist eine Königin, der Gast am Nebentisch ein Weltstar.

Nicht nur Rocklegende Tina Turner († 83) entschied sich für ein Leben hierzulande und liess sich einbürgern. Auch König Carl XVI. Gustaf (80) und Königin Silvia (82) von Schweden zieht es seit Jahrzehnten in die Schweizer Berge.

Das zieht Royals bei uns an

Im Februar 2020 wurde das royale Ehepaar bei einem verlängerten Skiwochenende mit Freunden in Klosters GR gesichtet, wie die schwedische Zeitschrift «Svensk Damtidning» berichtete. Warum eigentlich Klosters? Einer der Wintersportorte mit dem geringsten Glamour-Faktor, kein Hotspot für Stars und Sternchen – und genau das zieht die Royals an.

Allen voran den britischen König Charles III. (77). Jahrelang sauste er als Kronprinz im immer gleichen Skianzug, der Kultstatus erreichte, die Pisten im Madrisagebiet hinunter. Stets mit dabei: seine Söhne William und Harry, die schon als Kinder nach Klosters GR kamen und später als Teenager wiederkehrten.

Sie feierten Partys, Harry mit Gin Tonic, William mit Bier. Und mittendrin: die junge Kunstgeschichtsstudentin Kate Middleton. Im März 2004 wurde sie in Klosters erstmals an der Seite von William fotografiert. Die Bilder machten die Romanze des Prinzen mit der bürgerlichen Studentin öffentlich.

Es ist wie eine Liebeserklärung an Klosters, an die Schweiz. Wie sehr König Charles III. mit unserem Land verbunden ist, weiss auch seine langjährige Assistentin Clair Southwell, die in Klosters lebt und da die Ferien für die Royals organisiert hat. «Charles liebt die Schweiz. Hier kann er mit der Gondel fahren, und die Leute lassen ihn in Ruhe», schwärmte sie.

Eine Runde Curling in Celerina

«Hier darf der König einfach Charles sein. Hier ist er zu Hause.» Wer es mondäner mag und das Champagnerklima bevorzugt, zieht es seit jeher nach St. Moritz GR. So wie Fürst Albert II. von Monaco (68). Gemäss eigenen Aussagen ist er schon mehr als tausendmal mit dem Bob den Eiskanal hinuntergefahren.

Hier trifft man ihn lachend und unbekümmert mit seinen Schweizer Freunden – ohne auffälligen Personenschutz. Eine Runde Curling im Nachbarort Celerina? Für den Monegassen, der hervorragend Deutsch spricht, ist in unserem Land möglich, was anderswo kaum denkbar wäre. Es ist sicher, sauber und diskret.

Zudem ähnelt die Schweiz vielen Herkunftsländern der Royals. Bei seinem Staatsbesuch 2006 schwärmte der damalige norwegische König Harald V. im Schweizer Parlament von den Gemeinsamkeiten der beiden Länder und ihrer spektakulären, wunderschönen Natur. In dieser hat seine Witwe Königin Sonja nun Trost gefunden.

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