Darum gehts
- Der Teenager Timo konnte nach einer Gehirn-OP nicht mehr sprechen und gehen
- Im SRF-Format «Happy Day» traf Moderatorin Kiki Maeder den Jungen in der Kinder-Reha
- In der Sendung vom 18. April 2026 sieht sie ihn wieder und freut sich über seine Fortschritte
In der SRF-Sendung «Danke Happy Day» vom kommenden Samstag gibt es ein Wiedersehen mit dem mittlerweile 15-jährigen Timo, dessen Schicksal das Publikum bereits in der Weihnachtsfolge vom Dezember 2024 bewegte.
Moderatorin Kiki Maeder (45) besuchte Timo damals in der Kinder-Reha in Affoltern am Albis ZH. Nach einer schweren Gehirnoperation musste er von Grund auf alles neu lernen und konnte weder gehen noch sprechen.
Auch seine Eltern hatten viel durchgemacht, wollten die Hoffnung auf eine Besserung aber nicht aufgeben. «Mein Bauchgefühl sagt mir, dass Timo irgendwann wieder sprechen kann. Darauf freue ich mich ganz fest», sagte seine Mutter Barbara damals.
Maeder hat Timo nun ein Jahr später in seiner neuen Schule in Zollikofen BE besucht. «Dank den zwischenzeitlichen Gesprächen mit seinen Eltern habe ich zwar gewusst, dass er Fortschritte gemacht hat. Aber wie gross die sind, hat mich wirklich überwältigt», sagt Maeder gegenüber Blick.
«Unglaublich berührend»
«Timo ist im Schulzimmer zur Wandtafel gegangen und hat gezeichnet. Er kann auch wieder sprechen, wobei er manchmal noch nach den passenden Worten sucht», erzählt Maeder. «Und er hat sogar mit uns Uno gespielt. Diesen Entwicklungssprung mitansehen zu dürfen, war unglaublich berührend», so Maeder.
Von einem Wunder möchte sie nicht sprechen. «Wenn schon, dann ist der menschliche Körper ein Wunderwerk. Timos Geschichte zeigt vor allem, zu was wir alles imstande sind. Sie kann anderen Betroffenen Mut machen. Und sie beweist, dass es sich lohnt, nie aufzugeben.»
Berührt hat Maeder auch die Stimmung in Timos Schule. «Er fühlt sich wohl in Zollikofen. Es ist zauberhaft, wie behutsam dort alle miteinander umgehen, und Timo hat einen guten Freund gefunden. Die beiden unterstützen einander sehr. Und auch die Eltern sind natürlich sehr glücklich über die Fortschritte.»
Die Begegnung mit Timo zu zeigen, ohne ins Voyeuristische abzugleiten, zeigt auch die Komplexität von Maeders Aufgabe. Seit 2013 ist sie Co-Moderatorin von «Happy Day», zuerst mit Röbi Koller (heute 68), nun mit Nik Hartmann (53).
Begegnungen auf Augenhöhe
In der Vorbereitung zu den Sendungen könne sie sich zwar bereits vorgängig mit den Protagonisten auseinandersetzen. «Aber was uns vor Ort erwartet, können wir jeweils nur erahnen. Wichtig ist, wirklich zuzuhören und sich ganz auf die Menschen einzulassen. Ihnen auf Augenhöhe zu begegnen und ihre Geschichten nicht vorzuführen, sondern immer nur abzubilden», erklärt sie das Credo des ganzen Teams. Das wird offensichtlich geschätzt. «Sonst würde es dieses Format nicht seit 19 Jahren geben», so Maeder.
Die Moderatorin freut sich darauf, Timos Werdegang weiter zu verfolgen. Erst letzte Woche habe ihr seine Mutter Bilder geschickt, die Timo am Rande eines YB-Fananlasses zeigen. «Ich bin äusserst gespannt, wie seine Reise weitergeht», sagt Kiki Maeder.
«Danke Happy Day», Samstag, 18. April, SRF 1, ab 20.10 Uhr.